oder

Verrückt / Schön (2001)

Crazy / Beautiful

Disneys Versuch eines realistischen US-Teen-Dramas. Kirsten Dunst als destruktives Mädel aus bestem Haus und der Latino-Aufsteiger Jay Hernandez halten trotz aller Widrigkeiten zusammen. Die guten Darsteller beleben die halbherzige Geschichte...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.2 / 5

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Carlos Nunez, Latinojunge aus einem der ärmeren Viertel von Los Angeles, kann dank eines staatlichen Schüleraustauschprogramms die exklusive Schule im Nobelviertel Pacific Palisades besuchen, auch wenn das für ihn bedeutet, dass er jeden Tag mitten in der Nacht aufstehen muss, um in einer zweistündigen Busfahrt die Schule zu erreichen. Für Carlos ist eine gute Ausbildung lebensnotwendig, denn er träumt davon, an der ehrenwerten Annapolis Naval Academy Pilot zu werden. Bei einem Ausflug mit seinen Brüdern fällt ihm am Strand ein hübsches, aber provokativ schlampig gekleidetes Mädchen auf, das mit einer Putzkolonne Müll am Strand entsorgt: Nicole Oakley, die rebellische Tochter des Kongressabgeordneten Tom Oakley. Carlos ist fasziniert von Nicole, die ihm schon in der Schule ins Auge gefallen ist. Als er sie in der Schule wiedersieht, nimmt er die Gelegenheit wahr und spricht sie an. Von nun an sehen sie sich öfter, und bald kommt es zum ersten Kuss. Doch die Außenwelt ist nicht gerade begeistert über die Romanze: Latino-Girls zeigen sich mit der Beziehung ebenso wenig einverstanden wie die Lehrer, bei denen Nicole keinen guten Ruf genießt. Carlos Mutter hat Angst, er könne seine schwer erarbeiteten Aussichten auf eine erfolgreiche Zukunft verbauen – eine Sorge, die sie mit Nicoles Vater, der seine rebellische Tochter kennt, teilt. Der Kongressanbgeordnete schlägt Carlos ein Tauschgeschäft vor: Er spricht die für Carlos Werdegang unentbehrliche Empfehlung aus – wenn der verspricht, Nicole nie wieder zu treffen...

Filmkritik

Sie möchten mit einem Kinofilm risikolos viel Geld verdienen, aber wissen nicht wie? „verrückt / schön“ liefert das Rezept: Man nehme eine Liebesgeschichte zweier Teenager (Kinopublikum ist hauptsächlich jugendlich!). Diese gehen zur gleichen High School (originell) sind aber ansonsten total verschieden (Konflikte somit vorprogrammiert). Sie ist natürlich weiß, kommt aus reichem Hause und ihr Vater ist Senator. Zwangsläufig verzweifelt sie an derart idealen Verhältnissen. Sie schwänzt die Schule und verfällt den Drogen. Auf der anderen Seite steht dann logischerweise ein junger Mann mit folgenden Eigenschaften : Er ist farbig (Mexikaner, denn die sind bekanntlich leidenschaftlich) und aus einem weit entfernten Vorort. Seine Mutter schuftet sich zu Tode damit er zur High School gehen kann. Weil er arm ist lernt er Tag und Nacht für den Schulabschluss. Nebenbei ist er natürlich auch noch der Star des Footballteams. Nach der Schule will er Marineflieger werden (Ein Offizier und Gentleman)! Diese Karriere ist eigentlich unaufhaltsam, doch dann verliebt er sich und vergisst alle seine Pläne. Das Mädchen beeinflusst den Jungen nun mit ihrer negativen Lebenseinstellung. Er lernt nicht mehr, die Mama wird böse und durch den Rassenunterschied ist ausreichend für Konfliktpotential gesorgt. Weil diese Geschichte überhaupt keine Tiefe hat, übergießt man sie mit cooler Musik und würzt mit einer Prise Sex nach. Zum Ende des Filmes kommt es dann, wie es kommen muss: Der Junge schwänzt die Abschlussprüfung und die Beiden reißen von Zuhause aus. Doch dann wandelt sich das Mädchen zum guten Menschen und gemeinsam kehren sie wieder Heim. Jetzt wird Alles gut. Der Junge kann sogar Pilot werden, obwohl er gar keinen Schulabschluss gemacht hat (solche Nebensächlichkeiten stören das Publikum nicht)! Alle Kinozuschauer sind glücklich und zufrieden! Oder vielleicht doch nicht?




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Drama
Länge: 95 Minuten
Kinostart: 25.10.2001
Regie: John Stockwell
Darsteller: Bruce Davison, Rolando Molina, Matt Holly
Verleih: Buena Vista

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