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Schule (2000)

Die letzten Tage, bevor das "richtige" Leben beginnt:User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.2 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der Film erzählt in Episoden 24 Stunden aus dem Leben von Abiturienten in einer deutschen Kleinstadt. Da ist zum Beispiel Melanie (18), die nicht weiß, ob sie zum Studieren weggehen oder bei ihrem Freund André in der Kleinstadt bleiben soll. Steven (18) ist ein liebenswerter Kiffer, der nach dem Abi auswandern will. Karlbrüggen (18) ist der Oberstreber der Schule und will auf einer Party alles Versäumte der Teenagerzeit nachholen...

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Filmkritik

Allerhand, was dem Spielfilmdebütanten Marco Petry mit diesem Porträt über die letzten Tage an der Schule gelungen ist. Die rasch aufeinanderfolgenden Episoden sorgen für einen angenehmen Erzählrhythmus, ohne in verwirrende Clip-Ästhetik abzurutschen. Auch bei den Charakteren beweist die jugendliche Regie Fingerspitzengefühl: Die Dialoge wirken wenig konstruiert, was wohl dem jugendlichen Alter des Regisseurs und seiner noch frischen Erinnerung an die eigene Schulzeit zuzuschreiben ist. Für das passende Maß an Frische und Pep sorgt Petry mit einer ganzen Latte von Nachwuchsstars, allen voran Daniel Brühl und Jasmin Schwiers. Überraschend authentisch und geradezu wohltuend undramatisch wirken die Szenen im Schulhof und im Klassenzimmer – auch sie überzeugen durch eine gute Mischung aus Klischees und Eigenart. Zudem sind sämtliche Figuren schön ausbalanciert, ohne dass der Film auf einen roten Faden verzichten muss: Sandra und Marcus sind der Pol, um den das wilde Treiben und die verwirrenden Pärchenbildungen kreist. All dies bildet eine überzeugende Plattform, auf der Marco Petry seine eigentliche Geschichte inszeniert. Wie sich auf der Party am See die einzelnen Geschichten der rund 20 Jugendlichen plötzlich abzuheben beginnen, ist schon grandios umgesetzt. Flugs wird aus der anfänglichen Komödie eine Serie kleiner Tragödien, die ohne unnötigen Pathos und Tiefgang auf die Kernaussage des Films hinführen: Die Schule als Scheideweg und als nur eine von vielen Stationen. Trauer und Abschied halten sich im Filmgeschehen die Waage mit Zukunftsträumen, aber auch Zukunftsängsten. Auch wenn einige Situationen, wie etwa Liebesbotschaften via Frühstücksradio, einen unnötigen Hang zum Plakativen verraten, so besticht Petrys Porträt insgesamt doch durch ein enormes Maß an Lebensnähe und einer guten Beobachtungsgabe für Details.




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Land: Deutschland
Jahr: 2000
Genre: Drama
Länge: 100 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 07.12.2000
Regie: Marco Petry
Darsteller: Aaron Tristan Hildebrand, Denis Moschitto, Lavinia Wilson
Verleih: Constantin Film

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