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Wickie und die starken Männer (1973)

Chisana baikingu Uiki

Wölfe hin, Taifune her: Dieser deutsch-österreichisch-japanische Animationsfilm zur gleichnamigen Zeichentrick-Fernsehserie kommt als Wiederaufführung in die Kinos.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Der kleine Wickie ist ein cleveres Kerlchen. Während die meisten Wikinger mit ihrer Muskelkraft protzen und für ihren Mut gefürchtet sind, löst Wickie Probleme mit Köpfchen. Seinem Vater Halvar, dem Häuptling des Wikingerdorfs Flake, ist das ein Dorn im Auge. Doch gegen den blitzgescheiten Verstand seines Sohnes kommt selbst der Vater nicht an. Als Wickie einen Wettbewerb gegen ihn gewinnt, muss Halvar Wickie im Gegenzug mit auf die nächste große Beutefahrt nehmen.

Mit an Bord sind außerdem der große, starke und gutmütige Faxe, die ewig streitlustigen Tjure und Snorre, der stets entzückte Gorm, der Barde Ulme und der alte Uobe. Schon bald türmen sich die Probleme, und Wickies Ideen sind gefragt. Als der schreckliche Sven mit seinen Piratenschiffen aufkreuzt, müssen die starken Männer Teamgeist beweisen.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Wer in den 1970ern und 1980ern aufgewachsen ist und ein Fernsehgerät zu Hause hatte, kann sie alle mitsingen, die Titelsongs der Zeichentrickserien aus dem Kinderprogramm – von "Die Biene Maja" über "Pinocchio" bis "Heidi". Was viele der damaligen Zuschauer bis heute nicht wissen, ist, dass diese Serien allesamt in Japan gezeichnet wurden. Aus Kostengründen gingen das ZDF und bei einigen Serien auch der ORF eine Koproduktion mit Fernost ein. Den Anfang machte 1974 die Adaption von Runer Jonssons Kinderbuch "Wickie und die starken Männer" (1963). Daraus entstanden eine 78-teilige Serie und später auch ein Film, der sich aus einigen Episoden der ersten Staffel zusammensetzt.

Die Zeichnungen hielten schon damals nicht mit hochwertigen Kinoproduktionen mit, waren ja aber auch für ein ganz anderes Medium gedacht. Im Vergleich mit der Neuauflage der Fernsehserie, die seit 2014 in mittelmäßiger 3D-Optik daherkommt, versprühen die alten Animationen aber geradezu einen angenehmen Retro-Charme. Kommt ein bisschen Action ins Spiel, gerät die an Mangas und Animes geschulte Dynamik aus Erwachsenensicht schnell unfreiwillig komisch. Die große Stärke war und ist aber sowieso der Humor, der auch heute noch prima funktioniert.

Schon Runer Jonssons Vorlage nimmt den Mythos der brutalen und furchteinflößenden Wikinger genüsslich auf die Schippe. Die Adaption steht dem in nichts nach. Halvars Mannschaft ist die Karikatur der im Titel angekündigten "starken Männer". Am Ende siegt stets der Verstand über die Muskelkraft. Und Running Gags wie Gorms Ausspruch "Ich bin entzückt" sorgen für Gelächter. Die deutschen Texte stammen übrigens vom 2015 gestorbenen Synchronsprecher, Dialogregisseur und Dialogbuchautor Eberhard Storeck. Dessen bekannteste Synchronrolle ist Willi aus "Die Biene Maja". Bei "Wickie und die starken Männer" erfüllt Storeck mit seiner unverwechselbaren Stimme den Faulpelz Snorre mit Leben.

Fazit: "Wickie und die stärken Männer" hat bis heute nichts von seinem Witz und Charme eingebüßt. Die Filmversion der gleichnamigen Fernsehserie ist ein Spaß für Klein und Groß, der amüsant vor Augen führt, dass man mit Hirnschmalz weiter kommt als mit Muskelmasse.




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Land: Deutschland, Japan, Österreich
Jahr: 1973
Genre: Animation
Länge: 80 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 12.10.2000
Regie: Chikao Katsui, Hiroshi Saitô
Darsteller: Wolfgang Hess, Yôko Kuri, Kôichi Kitamura
Verleih: Croco Film

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