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Mondscheintarif (2001)

Eine Frau wartet sehnsüchtig auf den Anruf des Mannes, mit dem sie vor drei Tagen den "besten Sex ihres Lebens" hatte. Ralf Huettners witzig-spritzige Komödie profitiert von einem Trumpfass, der glänzenden Hauptdarstellerin Gruschenka Stevens...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.7 / 5

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"Liebe ist das Schönste, was es gibt. Aber Verliebtsein ist die Hölle." Cora Hübsch, Fotografin, durchleidet diese Höllenqualen. Sie wartet bereits den dritten Tag vergeblich auf einen Anruf ihres Traummanns. Mit diesem hatte sie am Mittwoch den besten Sex ihres Lebens. Heute aber ist schon Samstag. Schlimmer noch, fast Samstagabend. Cora hat also noch sechseinhalb Stunden Zeit, um von ihm zu hören. Denn: "Der Mann muss anrufen. Allerspätestens nach drei Tagen. Sonst war es für ihn nur der kurzfristige Ausgleich seines Hormonhaushalts". Das zumindest sagen die Spielregeln, an die man sich in Sachen Liebe strikt zu halten hat. Und die kennt ihre liebste Freundin Jo bestens. Genauso wie Coras platonischer Freund Big Jim, der eifersüchtig über sie wacht. Beide raten der Liebeskranken, den Kerl einfach zu vergessen. Doch wer hört schon auf seine Freunde? Besonders, wenn man noch sechseinhalb Stunden Zeit hat. Zeit, um sich abzulenken mit Rauchen, Lesen, Baden, Essen, Seilspringen, Abwaschen, Fernsehen, Musikhören - natürlich immer dicht neben dem Telefon. Aber vor allem Zeit, um über die turbulenten Verwicklungen der letzten Tage nachzudenken. Und über die Beziehung zu dem Traummann: Dr. med. Daniel Hoffmann...

Filmkritik

Geliebt zu werden bedeutet den Himmel, verliebt zu sein die Hölle. So bringt Cora ihre derzeitige Situation auf den Punkt. Denn sie ist ihrem Traummann begegnet und ist sich nun nicht sicher, ob ihre Gefühle erwidert werden.

Da heißt es, wenn man ihrer Freundin Jo glauben darf, kühlen Kopf bewahren und vor allem die Regeln für die perfekte Herbeiführung einer Beziehung zu befolgen. Ein bisschen darf man diese Regeln jedoch anzweifeln, ist Jo doch trotz ihrer strengen Einhaltung noch immer Single.

Eine dieser Regeln besagt, nach dem ersten Sex muss der Mann zuerst anrufen. Tut er es nicht, handelte es sich lediglich um den Abbau einer Hormonüberproduktion. Dieser Sex hat nun stattgefunden, am Mittwoch. Jetzt ist schon Samstag, und das Telefon schweigt. Der Zuschauer durchleidet mit Cora sechs unendliche Stunden, die über ihr Glück entscheiden sollen. Dabei wird in zahlreichen äußerst humorvollen subjektiven Rückblenden aus Coras Sicht erzählt, wie sie ihren Traumprinzen kennengelernt hat. Dabei darf auch ruhig mal etwas geschwindelt werden, wer belügt sich schließlich nicht selber?

Eine Beziehungskomödie ohne Beziehung. Eine Protagonistin, die mangels Gegenüber sich mit der Kamera unterhält. Deren Versuche, das Glück streng zu planen, regelmäßig in Katastrophen oder Peinlichkeiten enden. Ein solcher Film ist entweder peinlich oder köstlich.

"Mondscheintarif" ist eindeutig Letzteres! Er ermöglicht auch Männern einen exklusiven Einblick in das widersprüchliche Seelenleben einer verliebten Frau. Bemerkenswert, dass hier ein Mann, Ralf Huettner ("Die Musterknaben"), Regie geführt hat.

Neben der Hauptdarstellerin Gruschenka Stevens, die eine Idealbesetzung darstellt, fällt vor allem die kreative Arbeit des Kameramanns auf. Tommy Wildner schafft es perfekt, Coras inneren Zustand zu visualisieren. Hierbei arbeitet er vor allem mit den filmischen Mitteln der Schärfe, des Bildaufbaus und der Belichtung.

Dieser Film sei allen Männern empfohlen, die bis heute nicht begriffen haben, wie verliebte Frauen "funktionieren". Er sei aber auch allen Frauen empfohlen, die in der Lage sind, herzhaft über sich selbst zu lachen.





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Land: Deutschland
Jahr: 2001
Genre: Komödie
Länge: 93 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 25.10.2001
Regie: Ralf Huettner
Darsteller: Frank Giering, Jasmin Tabatabai, Tim Bergmann
Verleih: Senator Film

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