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Kritik: 100 Pro (2001)


Eins muss man Simon Verhoeven zugestehen: Mut. Trotz seiner berühmten Eltern Senta Berger und Michael Verhoeven nahm der gelernte Schauspieler das Wagnis auf sich, einen eigenen Film zu drehen, und besetzte eine der Hauptrollen auch noch mit seinem Bruder Luca. Wenn Verhoeven nun also mit so viel "Family Business" im Rücken Sorge hat, man könnte ihn mit den Leistungen der Seinen vergleichen, ist das zwar verständlich, aber gar nicht nötig.

Der 24-Stunden-Ausschnitt aus dem Leben der testosterongeschüttelten Helden krankt an der Ereignislosigkeit ihres postpubertären Alltags. Zum Warten verurteilt vor den verschlossenen Türen des Clubs, mit unzusammenhängend auftauchenden Dritten und flaschenweise Wodka als einziger Ablenkung, ist die Nacht, die zwei Leben umwälzen sollte, zwangsläufig etwas richtungsarm. Um hier seinen Spaß zu haben, sollte man deshalb wissen, dass jener in einer Szene über die Minderwertigkeit des Weibes referierende Playboy namens Miami von Simon Verhoeven selbst gespielt wird.

Tapfer verleihen Ken Duken und Luca Verhoeven dem Geschehen eine gewisse flegelhafte Authentizität. Wenn man jung ist, können ein paar schöne Stunden die vollkommene Seligkeit bedeuten – und ein paar verkorkste das vorläufige Ende der Welt. Schade nur, dass "100pro" die 100-Prozent-Marke cineastischen Glücks nicht annährend erreicht.





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