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Kritik: Tödliches Vertrauen (2001)


Tödliches Vertrauen ist, wenn man in diesen Film geht und einen ausgereiften Psychothriller erwartet. Harold Beckers spätestens nach 30 Minuten auf Autopilot schaltendes Vehikel für einen diesmal wieder klebrig-herzensguten John Travolta holt sich jede (unglaubwürdige) Wendung aus dem papierernen Lehrbuch für Stereotypen.

Dem Anfang nach verspricht dabei ein ordentliches Ehedrama herauszukommen, das seine Spannung im Alltäglichen verwurzelt und einen bedächtigen und realistischen Aufbau sucht. Statt die Effektgeschütze aufzufahren schleicht sich das Grauen durch die Hintertür, nicht zuletzt dank eines Scores, der ganz im Hintergrund operiert.

Was dann aber an Klischees, banalen Dialoghülsen und einem primitiven Gut-Böse-Schema folgt, gipfelt in einem ungeschickten, geradezu achtlosen Standart-Thriller, bei dem jedes Gespür für Glaubwürdigkeit, Charaktere und Realismus verloren geht. Nach der erzkonservativen Moralbotschaft zum Thema Scheidung verflucht man einmal mehr Travoltas fatalen Hang, sich zielsicher die Goldene-Himbeere-Drehbücher herauszupicken.





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