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Ice Age - Die Eiszeit kommt (2002)

Ice Age

US-Animationsstreifen von Chris Wedge und Carlos Saldahno mit den Stimmen von Arne Elsholtz, Thomas Fritsch und Otto Waalkes.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Die Eiszeit. Die Welt vor 20 000 Jahren. Riesige, majestätische Tiere bevölkern den Erdball – sieht man einmal von einem Quartett gar nicht so edler Vierbeiner ab. Und das sind Manny, das verbiesterte wollige Mammut, Sid, das stinkfaule, ungehobelte Faultier, Diego, der ebenso heimtückische wie verschlagene Säbelzahntiger, und last but not least der Urzeitbewohner Scrat, eine reichlich missratene Mischung aus Eichhörnchen und Ratte. Während Scrats gesamter Lebensinhalt scheinbar darin besteht, eine Eichel zu vergraben – logisch, will er doch Nahrung für den Winter beiseite legen –, sehen sich Manny, Sid und Diego mit einer Mission konfrontiert, die so gar nicht auf ihrer Linie liegt: Sie sollen das Menschenkind Roshan zu dessen Familie zurückbringen. Blöde nur, dass Scrat, als er seine Eichel ins Eis zu rammen versucht, eine riesige Lawine auslöst, und Diego Böses im Schilde führt. Der Säbelzahntiger hat nämlich seinen grausamen Chef Soto zuletzt schwer verärgert und muss sich nun anstrengen, dessen Gunst wiederzugewinnen...

Filmkritik

Über weite Strecken ist "Ice Age" tatsächlich ein charmantes computeranimiertes Trickfilmabenteuer geworden, das mit Filmen wie "Monster AG" durchaus mithalten kann. Die Fox-Animationsstudios beweisen, dass auch sie in der ersten Liga mitspielen, wenn es heißt bunte Abenteuerwelten auf die Leinwand zu zaubern. Insofern ist an der Animation sowie der liebevollen Gestaltung der voreiszeitlichen Urlandschaft samt ihrer Bewohner keine Kritik angemessen. Optisch stimmt einfach alles an "Ice Age". Etwas problematisch wird es, wenn man sich mit der Geschichte beschäftigt, die der Film ja schließlich auch erzählen muss. Die sich langsam entwickelnde Freundschaft dreier völlig unterschiedlicher Tiere, welche letztendlich in der Moral endet, dass Unterschiede kein Grund für Hass sind, geht völlig zu Lasten der vorhandenen Menschen. Diese sind nämlich in "Ice Age" nicht nur grausam, so dass nur der Schluss übrig bleibt, Tiere sind die besseren Menschen, sondern auch noch dumm und langweilig, wenn sie auftauchen. Es hätte dem Film deutlich besser getan, sie ganz herauszulassen, und sich vollständig auf eine Welt voller skurriler Tiere zu konzentrieren. Hier beweist die Komödie dann auch ihr Potential, wenn sie mit immer neuen witzigen Einfällen aufwartet. Das fängt mit einer irrwitzigen Sequenz an, in der Dodos, inzwischen ausgestorbene flugunfähige Vögel, auftauchen, und endet mit einer rasanten Rutschpartie durch eine Eishöhle. Wer übrigens nach den Trailern zum Film und dem Plakatmotiv glaubte, das dort abgebildete Haselhörnchen würde eine Hauptrolle spielen, wird vom Film enttäuscht. Statt dessen fällt den Machern nichts besseres ein, als das putzige Tier in einem "Running Gag" zu verheizen, der spätestens beim dritten Mal überhaupt nicht mehr witzig ist, sondern nervt. "Ice Age" bleibt leider ein durchwachsenes Animationsabenteuer, das aber dennoch zu unterhalten vermag.




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Land: USA
Jahr: 2002
Genre: Animation
Länge: 81 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 21.03.2002
Regie: Chris Wedge, Carlos Saldanha
Darsteller: Ray Romano, John Leguizamo, Denis Leary
Verleih: 20th Century Fox

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