VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Mr. Deeds (2001)


Wenn der Komödiant Adam Sandler auf den amerikanischen Idealisten Frank Capra trifft, dessen Film "Mr. Deeds geht in die Stadt" hier neu aufgelegt wird, ergibt sich eine amüsante Mischung aus reinen Tugenden sowie ruppigem Slapstick.

Auf moralisch ehrenwerte Weise geht Mr. Deeds mit dem plötzlichen Erbe um, das ihm sein Onkel vermacht hat. Die 40 Milliarden Dollar nebst dem weltgrößten Medienkonzern verändern seinen gutherzigen Charakter nicht. Stattdessen erfreut der junge Pizzeriabesitzer aus der Provinz den ein oder anderen New Yorker mit großzügigen Geldgeschenken. Er befindet sich in der Weltstadt, weil ihm der Geschäftsführer des Medienkonzerns seine Firmenanteile abkaufen möchte, um die Kontrolle über das Unternehmen zu gewinnen. Gleichzeitig sorgt die Geschichte um den plötzlichen Reichtum dafür, dass die Nachrichtenmagazine Mr. Deeds als idealen Schlagzeilenlieferanten entdecken. Also erschleicht sich eine clevere Journalistin sein Vertrauen und gaukelt ihm Zuneigung vor, bis sie sich tatsächlich in den gutherzigen Mann verliebt, dessen Hauptziel es ist, einmal einen Grußkartenentwurf an eine Firma zu verkaufen, die solche Produkte herstellt.

Dieser harmlose Wunsch spiegelt die Reinheit des guten Amerikaners wieder, der in den Filmen Frank Capras zumeist zum Helden avanciert. Nächstenliebe, Familiensinn, Selbstlosigkeit und das unverfälschte Einstehen für solche Ideale haben sich als Themen aus "Mr. Deeds geht in die Stadt" erhalten. Im Gegensatz zu Capras idealisierter Weltsicht, in der der einfache Bürger nur durch Ehrlichkeit zum Helden wird, benötigt Adam Sandler als Mr. Deeds zuweilen schon handfestere Mittel. So markieren überraschende Prügeleien, die wundersam humorvoll choreographierte Rettung einer Frau samt ihrer acht Katzen sowie eine ständige Medienpräsenz die Aktualisierung des Stoffes.

Sowohl Sandler überzeugt im sympathischen Entwurf als netter Provinzler, wie Winona Ryder ihre Läuterung in der Rolle der Journalistin herzerweichend verkörpert.






Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.