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Kritik: The Isle (2000)


Der Südkoreaner Kim Ki-Duk gehört wie viele seiner asiatischen Kollegen zu den Entdeckungen internationaler Filmfestivals, ohne die seinem Psychodrama niemals ein Kinostart in Deutschland ermöglicht worden wäre. Der 41jährige Regisseur erzählt in stillen Bildern von einer Hassliebe mit (Angel)Haken. Gerüchte um das zur Selbstverstümmelung im tragischen Höhepunkt eingesetzte Fischfanggerät erweisen sich wie so oft als weit schrecklicher, als die Bilder letztlich sind. Dennoch ist das Horror, wie er nicht realistischer und nachfühlbarer sein könnte. Ki-Duk weilt in langen Einstellungen auf der glatten Oberfläche des Sees, das ihm überdeutlich als Spiegelbild der Seele seiner zwei Hauptfiguren dient. Neben der Lebensnähe, die er ohne jede Übertreibung schildert, haftet den Protagonisten etwas Surreales wie von einem (Alp)traum an. In dem malerischen Stil verschwimmen alle Konturen im Nebel, dass sich auf den inselartigen Hausbooten die Beklemmung eines Kammerspiels aufbaut. Es gibt Szenen, da passiert einfach nichts und wenn Ki-Duk seine wenigen Informationen zeigt, dann wiegen Leidenschaft und Destruktivität besonders schwer.





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