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Ich bin Sam (2001)

I Am Sam

US-Drama, das mächtig auf die Tränendrüse drückt. Der geistig behinderte Sean Penn kämpft mit Hilfe der Anwältin Michelle Pfeiffer um das Sorgerecht seiner Tochter. Großartige Schauspieler retten halbwegs einen schamlosen Schmachtfetzen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.2 / 5

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Sam Dawson (Sean Penn) ist ein liebenswerter Kerl. Er jobbt in einem Café, ist der wohl größte Beatles-Fan unter der Sonne und kann keiner Fliege etwas zuleide tun. Sam ist nicht wie die anderen, die "normalen" Menschen. Sam ist behindert. Sein Verstand gleicht dem eines siebenjährigen Kindes. Seine Umwelt hat sich auf ihn eingestellt und akzeptiert ihn so wie er ist. Sam selbst kommt mit den Anforderungen, die das Leben an ihn stellt, bestens zurecht. Doch das soll sich bald ändern. Ein Kind wird geboren. Ein Mädchen namens Lucy, benannt nach dem Song "Lucy in the Sky With Diamonds" von den "Fab Four". Es ist Sams Tochter. Die Mutter macht sich, kaum aus dem Krankenhaus entlassen, aus dem Staub und lässt das Mädchen samt Vater einfach sitzen. Sam stellt sich der neuen und verantwortungsvollen Aufgabe. Seine Nachbarin Annie (Dianne Wiest) und Sams ebenfalls behinderte Freunde unterstützen ihn dabei. Lucy (Dakota Fanning) wächst zu einem lebensfrohen kleinen Mädchen heran. Ihre Kindheit verläuft vielleicht nicht ganz typisch, aber an Liebe und Zuwendung mangelt es ihr nicht. Erst als sie die Schule besucht und sich intellektuell entwickelt, treten die ersten Probleme auf. Bald ist sie ihrem Vater geistig überlegen, doch sie unterdrückt diese Entwicklung um ihn nicht zu verletzen. Das Unheil folgt Schlag auf Schlag. Die Jugendbehörde schaltet sich ein und will dem Vater das Sorgerecht für seine Tochter entziehen. Für Sam bricht eine Welt zusammen. Sein Verständnis für diese Ungerechtigkeit reicht nicht aus. Mithilfe der energischen Anwältin Rita Harrison (Michelle Pfeiffer) nimmt er den Kampf gegen die Obrigkeit auf. Vor Gericht setzt er alles daran, seine Tochter zurückzugewinnen. Doch aufgrund seines "Handicaps" hat er nicht gerade die besten Chancen. Es beginnt ein nahezu hoffnungsloses Unterfangen. Und auch die Hilfe seines Rechtsbeistandes kann keine Wunder bewirken...

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Filmkritik

Können Filme etwas verändern? Das Leben, das Miteinander der Menschen oder einfach nur einen Moment? "Ich bin Sam" vermag es. Der Film schlägt eine Brücke des Verständnisses und baut Vorurteile und Hemmungen ab. Behinderte zählen in vielen Köpfen immer noch zu einer Randgruppe von Menschen, die einfach nur anders sind. Der Film thematisiert die Behinderung und damit verbundene Probleme, ohne sie als ein Fremdkörper einer ansonsten intakten Umwelt zu vermitteln. Man wünscht der leidgeprüften Titelfigur, dass er seine Tochter zurückgewinnt - beflügelt von der Message, die schon die Beatles predigten: "All you need is Love". Der komplette Soundtrack besteht aus den zeitlos schönen Kompositionen der Pilzköpfe, neu aufgenommen von Interpreten wie Nick Cave, Sheryl Crow und Rufus Wainright. Ein stimmungsvolle Neuauflage, nicht nur für Fans. Und noch ein Wort zum Hauptakteur: Die ergreifende Geschichte von "Ich bin Sam" funktioniert nicht zuletzt, weil Sean Penn endlich einmal wieder vor die Kamera getreten ist. Ein rares Vergnügen, denn Penn zählt ohne Zweifel zu den begnadetsten Schauspielern seiner Zeit. Die dritte Oscarnominierung war der Lohn seiner Arbeit.




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Drama
Länge: 132 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 09.05.2002
Regie: Jessie Nelson
Darsteller: Ken Jenkins, Sean Penn, Wendy Phillips
Verleih: Warner Bros.

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