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Kritik: Party Animals (2002)


Wer die Filme des Comedy-Labels "National Lampoon’s" kennt, weiß, dass er sich auf einen Humor einlassen muss, der stets das Unfassbare präsentiert. So macht auch "Party Animals" keine Ausnahme. Die wilde Kreuzung aus einfühlsamer Romanze und völlig überdrehten Witzen, welche auch dem Klamauk nicht abgeneigt sind, überzeugt als meistenteils amüsante Komödie. Das klischeehafte der Grundsituation – Frau verliebt sich in einen Mann, den sie auf Grund einer vorurteilsbelasteten Sicht eigentlich nie kennenlernen wollte, dann aber durch die Umstände dazu gezwungen wird, um schließlich die wahre Natur des Mannes zu entdecken – verschwindet hinter dem Einfallsreichtum.

Vor allem bei der Zeichnung der wilden Partys hat man sich nicht zurückgehalten. Stimmungsvoll und rasant erweckt Regisseur Walt Becker eine Pool-Party oder eine 70er-Party zum Leben. Die Spannungen zwischen den beiden Hauptfiguren ergänzen sich auf diese Weise geschickt mit der jeweiligen Atmosphäre. Sie bestimmt zu einem großen Teil die Handlungsmöglichkeiten der Beiden. Hier besitzt "Party Animals" sein größtes Kapital, wenn er die Spaßgenerations-Attitüde langsam über die aufkommenden Gefühle untergräbt. Die scheinbare simple Oberflächlichkeit verbirgt darunter menschliche Eigenschaften, mit denen sich jeder identifizieren kann.

So nimmt die Komödie in seiner dramaturgischen Form das Klischeehafte des Inhalts auf. Dadurch entsteht ein seltsamer Kommentar, der das Klischee auf interessante Weise reflektiert. Eine Mischung aus Wahrhaftigkeit und Absonderlichkeit ist die Folge.





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