VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Taxi- Eine Nacht in Buenos Aires (2001)


Mit Gesichtern einer Großstadt beschäftigt sich die argentinische Produktion "Taxi – Eine Nach in Buenos Aires". Bemerkenswert stilsicher spürt Gabriela David den zwei Gestalten einer Nacht nach, die sie als hoffnungsvolles Sinnbild der Wärme im Strudel verlorener Seelen verankert.

Ein wirkliches Leben kennt der Dieb kaum. Um zu überleben klaut er nachts Taxis, die er morgens seinen Hehlern übergibt. Dazwischen liegt sein Hobby: er spielt zum Spaß den Taxifahrer, eine Tätigkeit, die ihn kurzzeitig ins gesellschaftliche Zentrum rückt. Aber der Griff in Richtung einer gefestigten Existenz ist flüchtig wie die Nacht, welche dem Morgen weichen muss. Ein ähnliches Schicksal scheint die Beziehung zur jungen Frau zu erleiden, die bei einer der Taxifahrten in den Wagen des Diebes stolpert. Weil sie eine Kugel in der Schulter hat verlieren sich die beiden, als sie die Großmutter aus dem Krankenhaus abholt.

Aber "Taxi – Eine Nacht in Buenos Aires" will nicht in depressive Stimmungen verfallen. Trotz der partiellen Tristesse, die die Existenz dieser Menschen in der Großstadt ausmacht, erzählen die Bilder des Films von einem möglichen besseren Morgen. Darin offenbart sich die gefühlvolle Realität alltäglicher Märchen. So gelingt es dem Film, zugleich einen faszinierenden Blick auf den Überlebenskampf am Rande der etablierten Gesellschaft zu werfen, wie er auch den Ausweg aus der Kraftlosigkeit eines solchen Daseins zeigt. Das macht "Taxi – Eine Nacht in Buenos Aires" zu einem sehenswerten Film.






Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.