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Kick It Like Beckham
Kick It Like Beckham
© Constantin Film

Kritik: Kick It Like Beckham (2002)


Schon wieder eine Komödie über Fußball? Mit Beckham im Titel? Und dann auch noch Frauenfußball? Oh ja, ich höre sie schon stöhnen, die deutschen Beckham-Verachter und männliche Macho-Fußballfans. Schade eigentlich. Denn „Kick it like Beckham“ ist eine klasse Komödie – über Frauenfußball, aber viel mehr noch über das Leben, die Liebe und die ewigen Probleme die man hat, wenn man 17 ist und von ganz anderen Dingen träumt als die Eltern das gerne hätten. Urkomisch schon die ersten Szenen, in denen Jess ihr – im wahrsten Sinne des Wortes – Traumtor an der Seite von David Beckham schießt und ihre indische Mutter sich im Fernsehen lauthals über ihre missratene Tochter beschwert. Diese Einleitung weist auch bereits darauf hin, woraus der Film in seinem Verlauf die meisten Lacher zieht: Nicht aus dem (Frauen-)Fußball, sondern aus dem Aufeinanderprallen zweier Kulturen und dem ewigen Konflikt zwischen Jugendlichen und ihren Eltern. Wie soll eine traditionell erzogene Inderin ihren Eltern klar machen, dass ihr sehnlichster Wunsch nicht die jungfräuliche Hochzeit, sondern eine Karriere à la Beckham ist. Und wie erklärt eine jugendliche Britin ihrer hysterisch-verkuppelnden Mutter, dass sie lieber Fußballschuhe statt hochhackiger Pumps trägt? Die Darsteller, allen voran Parminder Nagra als Jess und Keira Knightley als ihre beste Freundin Jules, sind durchweg symapthisch und - was natürlich noch wichtiger ist - überzeugend. Regisseurin Gurinder Chadha, selbst Tochter indischer Einwanderer und bekennender Fußballfan, hat also eine Art „Multikulti-Coming-of-Age-Fußball-Komödie“ auf die Leinwand gezaubert, die in jedem Fall sehenswert ist. Bleibt zu hoffen, dass die deutsche Übersetzung den lustigen Klang und Wortwitz der englischen Dialoge einfangen kann. Ach ja, falls das helfen sollte, das deutsche Fußballerherz zu besänftigen: Der im Titel beschworene Beckham lässt sich in dem Film so gut wie gar nicht blicken …




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