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Flickering Lights (2001)

Blinkende Lygter

Ein Amateurgaunerquartett lässt den Geldkoffer eines Paten mitgehen. Die Flucht nach Süden misslingt jedoch, zur Tarnung müssen die Vier ein Gasthaus an der Ostsee betreiben. Amüsante dänische Komödie mit schwarzem Humor...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Für Torkild läuft alles schief: Zusammen mit seinen Jugendfreunden, dem Kokser Peter, dem schießwütigen Arne und dem essenfixierten Stefan hat sich Torkild jahrelang aufrichtig durchs Leben geschmuggelt, gestohlen und gehehlt, ohne wirklich die Höhen des Lebens zu erklimmen. Im Gegenteil: Es sieht schlecht aus für ihn. Und ausgerechnet an seinem 40. Geburtstag verlässt ihn seine Freundin Therese. An diesem Tag beschließt Torkild, dass Schluss sein soll mit Waffen, Verbrechen und ewiger Flucht. Ein allerletzter Auftrag soll seine Verbrecherkarriere endgültig beenden und ihn gleichzeitig schuldenfrei machen. Denn Torkild träumt noch immer vom großen Coup - und seine "Bande" von einem ganz anderen Leben - im warmen Süden, in Barcelona. Tatsächlich bekommen er und seine "Jungs" noch ihre Chance: Der "Mann von Farö", ein berüchtigter "Pate", gibt ihnen den Auftrag, einen Geldkoffer zu stehlen - und gegen entsprechende Provision bei ihm abzuliefern. Der Überfall gelingt zwar, aber es kommt auch zu einigen ungeplanten Toten. Aber als sie berauscht vom Erfolg ihres Coups feststellen, dass sie plötzlich mit vier Millionen Kronen in den Händen dastehen, entschließt sich Torkild, zusammen mit seinen Freunden und dem Geld zu flüchten - dorthin, wo es warm ist, in den Süden, nach Barcelona... Nach wenigen Kilometern fängt ihr gestohlener Ford Transit Jahrgang ´71 mit dem schwerverletzten Peter auf dem Rücksitz Feuer. Mitten im Wald, nahe der Grenze zu Deutschland sieht es noch düsterer aus für die Freunde. Und genau dort entdecken sie ein altes Gasthaus, das schon vor Jahren aufgegeben wurde. Ein ideales Versteck...

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Flickering LightsFlickering LightsFlickering Lights


Filmkritik

"Flickering Lights" ist das Regiedebüt von Anders Thomas Jensen. Als Drehbuchautor hat er sich schon mit "In China essen sie Hunde" einen Namen gemacht. Wie in letzterem geht es wieder um eine Handvoll skurriler Gangster. "Flickering Lights" bezeichnet sich selbst als eine schwarze Gangsterkomödie. Der Humor ist hierbei nicht nur äußerst schwarz, sondern auch "sehr dänisch", dem ein oder anderen wird wohl das Lachen im Halse stecken bleiben.

Die vier Protagonisten sind Gangster, die es trotz jahrzehntelanger krimineller Karriere zu nichts gebracht haben. Ihr Privatleben existiert nicht oder liegt in Trümmern. Sie träumen vom Aussteigen, vom Leben im sonnigen Süden und von dem ganz großen Ding.

Dieses fällt ihnen eines Tages zufällig in den Schoß. Plötzlich und unerwartet haben sie vier Millionen Kronen und sind auf der Flucht vor der Polizei und der örtlichen Mafia. Wie alles in ihrem Leben scheitert natürlich auch diese Flucht, und sie landen in einer verlassenen, baufälligen Waldgaststätte. Hier findet nun die Wende in ihrem Leben statt. In einer Art Gangster-WG beginnen die Vier sich auf ihre sehr eigene Art zu wandeln. Dabei werden sie von zwei Nachbarn unterstützt, die noch verrückter sind als sie selber. Doch als sie mit ihrer Vergangenheit abschließen wollen, holt sie diese in Form des lokalen "Paten" wieder ein.

Die große Stärke des Films ist, dass er neben der skurril-komödiantischen, auch seine melancholische Seite hat. Nach und nach lernt man hier die vier Antihelden auf einer menschlichen Ebene kennen und erfährt in humorvollen Kindheitsrückblenden, wie sie zu dem wurden, was sie heute sind. Trotz aller Abscheu vor ihrem Handeln stellt sich beim Betrachter nach und nach ein Mitgefühl für die vier Verlierer ein.





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Land: Dänemark
Jahr: 2001
Genre: Komödie
Länge: 109 Minuten
Kinostart: 06.06.2002
Regie: Anders Thomas Jensen
Darsteller: Sofie Gråbøl, Nikolaj Lie Kaas, Iben Hjejle
Verleih: Arsenal

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