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Kritik: Mr. Bones (2001)


Leon Schuster, Südafrikas Starkomiker, liebt es gern deutlich, damit das Publikum auch merkt, das etwas witzig gemeint ist. Ob fliegende Schweine oder andere monströse Überraschungen, fast jeder Einfall Schusters offenbart ein fehlendes Vertrauen in seine Zuschauer beziehungsweise seine eigene Komik.

Das Rezept für "Mr. Bones" ist so einfach und klassisch, seit es Komödien gibt. Man nehme einen Menschen und stelle ihn in eine Umgebung, die er nicht kennt und in der er sich dem entsprechend auch nicht problemlos zurechtfinden kann. Amüsantes ergibt sich dabei ganz von selbst, da es immer etwas Komisches hat, wenn abnormes Verhalten beobachtet werden kann.

Schuster interessiert aber nicht das intelligente Spiel mit Normen, die stillschweigend als einzig seligmachender Maßstab akzeptiert werden, obwohl sie nur eine Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens darstellen, sondern er setzt lediglich auf den oberflächlichen Effekt. So ergibt sich trotz einiger durchaus gelungener Szenen eine Nummernrevue ohne Charme. Statt als sympathische Komödie präsentiert sich "Mr. Bones" als billig kalkuliertes Projekt, das auf die derbe Lust des Publikums spekuliert, um sie auszuschlachten. Dass das in seinem Heimatland aufgegangen ist, sieht man am erfolgreichen Einspielergebnis, das sich an Platz eins der ewigen Bestenliste setzte. Dennoch sollte dies niemanden animieren, die quälend aufdringlich inszenierten Abenteuer im Busch anzusehen. Wir raten ab.






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