oder

Meine Schwester das Biest (2001)

She, Me and Her

Österreichische Klamotte um ein Zwillingspaar im Showbiz. Der Seitenhieb aus dem Alpenland gegen Hollywood misslingt: Schale Witze, schlechte Darsteller und Klischees ohne Ende...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Los Angeles: Maggie, werdender Musicalstar - sehr hübsch nur leider nicht begabt - hat sich, mit hervorragender Ellbogentechnik die große Chance auf eine Karriere im Showbiz von ihrer wesentlich begabteren Schwester LISA (die beiden sind Zwillinge) unter den Nagel gerissen. Wie? Sie schlüpfte in die Haut ihrer Schwester und nennt sich fortan auch Lisa. Dann fährt Maggie mit Lisas Geliebtem, dem Komponisten Tony Kosminski nach Österreich, um sich dort die Hauptrolle in Tonys neuem Musical zu krallen. Lisa findet - außer sich vor Wut - in Maggies Wohnung nur das deutsche Dienstmädchen Kathi Blümlein vor, das ebenfalls Schauspielerin werden möchte... Zufällig gibt es jedoch plötzlich erstmals ein lukratives TV-Angebot für Maggie. Und jetzt schlägt Lisa zu: sie schlüpft in die Rolle ihrer Schwester und wirbelt mit Kathis Hilfe die Branche und auch den Manager David Greenbaum (in ihre Schwester verliebt und extrem eifersüchtig) durcheinander. Lisa tut alles, um den Ruf Lisas - also Maggies - in Grund und Boden zu stampfen. Außerdem vermietet sie Maggies Wohnung und lebt aus dem Vollen- auf Maggies Kosten. Maggie versucht inzwischen in Europa, Tony für sich zu gewinnen...

Filmkritik

Rainhard Schwabenitzky legt nicht viel Wert auf hintergründigen Humor. Seine Persiflage auf das Showgeschäft erzählt er mit deftiger Note. Die Klamotte ist sein Ziel. Das ist im Endeffekt mal mehr und mal weniger amüsant.

Zu den Höhepunkten von "Meine Schwester, das Biest" zählt Sandra Pires in der Doppelrolle als gute sowie böse Schwester. Sie füllt den klassischen Märchenstoff über die zwei Seelen eines Menschen – hier sinnbildlich auf das Zwillingspaar aufgeteilt - mit einer Spielfreude, welche auch mancher plumperen Idee noch die Würde erhält.

Schwabenitzky überzeichnet die komplette Figurenschar bis zu lächerlichen menschlichen Jammerbildern, die für den Erfolg im Showbusiness fast alles tun würden. Dem entsprechend geizt die Komödie nicht mit Gemeinheiten, welche sich die Menschen gegenseitig antun. Dass dabei der hübsche Ansatz der unterschiedlich gelagerten Zwillinge ein wenig untergeht ist ebenso natürlich wie schade. Hier hätte sich für Schwabenitzky die Möglichkeit ergeben, die menschliche Seele ein wenig gefühlvoller auszuloten, seine Charaktere etwas ernster zu nehmen. "Meine Schwester, das Biest" hätte dadurch deutlich an Qualität gewinnen und sich über den reinen Effekt der Gags setzen können. Dass dies nicht geschieht ist nicht weiter schlimm, verweist "Meine Schwester, das Biest" aber auf den Rang einer netten, durchschnittlichen Komödie.





TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Meine Schwester das Biest

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Österreich
Jahr: 2001
Genre: Komödie
Länge: 99 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 01.08.2002
Regie: Reinhard Schwabenitzky
Darsteller: Shannon Lee, Ben Cross, Herb Andress

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.