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Kritik: Meine Schwester das Biest (2001)


Rainhard Schwabenitzky legt nicht viel Wert auf hintergründigen Humor. Seine Persiflage auf das Showgeschäft erzählt er mit deftiger Note. Die Klamotte ist sein Ziel. Das ist im Endeffekt mal mehr und mal weniger amüsant.

Zu den Höhepunkten von "Meine Schwester, das Biest" zählt Sandra Pires in der Doppelrolle als gute sowie böse Schwester. Sie füllt den klassischen Märchenstoff über die zwei Seelen eines Menschen – hier sinnbildlich auf das Zwillingspaar aufgeteilt - mit einer Spielfreude, welche auch mancher plumperen Idee noch die Würde erhält.

Schwabenitzky überzeichnet die komplette Figurenschar bis zu lächerlichen menschlichen Jammerbildern, die für den Erfolg im Showbusiness fast alles tun würden. Dem entsprechend geizt die Komödie nicht mit Gemeinheiten, welche sich die Menschen gegenseitig antun. Dass dabei der hübsche Ansatz der unterschiedlich gelagerten Zwillinge ein wenig untergeht ist ebenso natürlich wie schade. Hier hätte sich für Schwabenitzky die Möglichkeit ergeben, die menschliche Seele ein wenig gefühlvoller auszuloten, seine Charaktere etwas ernster zu nehmen. "Meine Schwester, das Biest" hätte dadurch deutlich an Qualität gewinnen und sich über den reinen Effekt der Gags setzen können. Dass dies nicht geschieht ist nicht weiter schlimm, verweist "Meine Schwester, das Biest" aber auf den Rang einer netten, durchschnittlichen Komödie.






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