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Ein Kater macht Theater   2003 DREAMWORKS LLC und...tudios
Ein Kater macht Theater 2003 DREAMWORKS LLC und Universal Studios

Kritik: Ein Kater macht Theater (2003)


Katz und Haus Wenn die Fantasie die Logik überholt, ist Mike Myers meist in seinem Element. In der Kinderbuchverfilmung "The Cat in the Hat" von Dr. Seuss zaubert der "Austin Powers"-Star folglich so manche Überraschung aus dem Hut: Anarchie meets Fabelkitsch. Mike Myers auf Anarchotrip: Als überdrehter Riesenkater bringt der Komiker dem jungen Geschwisterpaar Sally und Conrad (Dakota Fanning aus "Uptown Girls" und Spencer Breslin aus "The Kid") die wahren Werte für das Leben in der amerikanischen Vorstadt bei. Wie Jim Carreys "Grinch" stammt auch "Ein Kater macht Theater" von Dr. Seuss alias Theodore S. Geisel, der die Geschichte 1957 unter dem Titel "The Cat in the Hat" veröffentlichte. Seitdem hält sich das Werk in den Top 10 der amerikanischen Kinderbuchbestseller. Die Fabel spielt in einem kitschig bunten Universum – einer cartoonesk verzerrten parallelen Welt, der die Bedrohlichkeit des Unberechenbaren innewohnt. "Ein Kater macht Theater" ist zwar nicht so düster wie "Der Grinch", jedoch viel weniger behütet als der Würgereflex auslösende Zuckerguss der Marke Disneyland. Als pelziger Chaos-Stifter führt Myers die beiden verhaltensgestörten Kids – ein Kontrollfreak und eine Nervensäge – auf einen logikfreien Wahnsinnstrip, der in die Verwüstung ihres Hauses mündet. Dabei hatte ihnen die allein erziehende Mami (Travolta-Gattin Kelly Preston) vorher ausdrücklich verboten, Unordnung zu stiften. Inszeniert wurde die turbulente Orgie aus Gags und Spezialeffekten von Regiedebütant Bo Welch, der sich zuvor als Ausstatter von Megaproduktionen wie "Batmans Rückkehr", "Men in Black" oder "Wild Wild West" austoben durfte. Seinen Star hatte der Regisseur dabei allerdings nicht im Griff, denn Mike Myers gibt sich in seinem aufwändigen Ganzkörperkostüm zu oft als Selbstdarsteller und Narzisst, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit altbackene "Austin Powers"-Manierismen pflegt. Ein Déja-vu mit Katzenfell.




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