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Pumuckl und sein Zirkusabenteuer - Filmplakat  Movienet
Pumuckl und sein Zirkusabenteuer - Filmplakat Movienet

Kritik: Pumuckl und sein Zirkusabenteuer (2003)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Das von TV-Drehbuchautor und Regisseur Peter Weissflog inszenierte Animations-Abenteuer kam im Herbst 2003 in die deutschen Kinos. TV-Premiere feierte es fast genau zwei Jahre später in der ARD. Nach "Meister Eder und sein Pumuckl" (1982) und "Pumuckl und der blaue Klabauter" ist "Pumuckl und sein Zirkusabenteuer" der dritte Kinofilm des Kobolds, der auf der von Kinderbuchautorin Ellis Kaut erdachten Figur basiert.

Nach dem bei Kritikern und Fans wenig beliebten "Pumuckl und der blaue Klabauter", in dem Pumuckl seine Abenteuer auf hoher See erlebte, merkt man dem jüngsten Kinofilm an, dass die Macher zurück zu den Wurzeln wollten. Sie schicken den Kobold zurück ins geliebte München, lassen einen "neuen" Meister Eder in der Person von Original-Pumuckl-Sprecher Hans Clarin zurückkehren (Gustl Bayrhammer verstarb bereits 1993) und garnieren ihren Film mit allerlei (lokaler) Sport- und Schauspielprominenz.

In amüsanten Nebenrollen sind unter anderem der damalige 1860-München-Präsident Karl-Heinz Wildmoser sowie Christine Neubauer zu sehen. Kurzum: "Pumuckl und sein Zirkusabenteuer" punktet dementsprechend mit bajuwarischem Charme und viel Lokalkolorit, wenn man – wie in den guten alten Zeiten – im Hintergrund berühmte Münchner Sehenswürdigkeiten zu Gesicht bekommt (vom Fernsehturm bis hin zur Frauenkirche). Die Geschichte an sich ist simpel, die Figuren sind einfach gestrickt und auch die Dramaturgie hält wenige Überraschungen bereit. Und natürlich trifft die neue Stimme von Pumuckl, die diesmal von Schauspieler Kai Taschner ("Tatort", Soko 5113") stammt, zu keiner Zeit die schrillen und unkonventionellen Töne eines Hans Clarin – selbst wenn sich Taschner redlich bemüht.

Dennoch springt der Funke bei den seit jeher wichtigsten Zutaten über: Der augenzwinkernde Humor, die Running Gags und die spitzzüngigen Dialoge sind gelungen und machen einen großen Reiz dieses liebevoll gezeichneten Abenteuers aus. Vor allem in den Zirkus-Szenen. Wenn Pumuckl seine Scherze mit den (bemitleidenswerten) Artisten, Zuschauern und Zirkusmitarbeitern treibt und Stiefel ebenso wie Künstler-Requisiten wie von Geisterhand bewegen lässt, bleibt kein Auge trocken.

Fazit: Auch wenn der Zauber der 80er-Jahre-Serie fehlt und der Film inszenatorisch ohne große Überraschungen auskommt: "Pumuckl und sein Zirkusabenteuer" ist ein kurzweiliger Trick-Realfilm-Spaß für die ganze Familie.




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