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Vaterland (2002)

Dokumentarfilm: In Sachsen–Anhalt liegt abseits größerer Straßen das Dorf Straguth. Ein unwesentlicher Flecken. Der Zeit hinterher. Oder voraus...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.7 / 5

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Im Dezember 1944 schreibt Wilhelm einen zu schmuggelnden Brief aus Berlin an seine ins Zwangsarbeitslager auf dem Fliegerhorst neben dem Dorf Straguth deportierten 17 und 19jährigen Söhne Hans und Wolf. Er hat Angst ums sie. Seine Jungen versuchen ihren Vater in ihrer Antwort zu beruhigen, die Aussicht sich erst auf der andern Seite wiederzusehen vor Augen. Im Dezember 2001 hackt Otto Holz für den Winter, öffnet dann seine Kneipe und die Bauern des Dorfes Straguth saufen bis Rudi nach einem letzten Schnapsel nach Hause geht zu seiner wartenden Promenadenmischung Lotti. Während fünfzehn Jahre früher in der DDR Rudi mit Lotti auf dem Hof sitzt und Jagdflugzeuge der Siegreichen Roten Armee im Tiefflug über das Dorf donnern, um auf der Rollbahn des alten Fliegerhorstes zu landen und im Jetzt vor einem Weidezaun, hinter dem Schafe fressen, zum Stehen kommen. In seiner Kneipe besiegt Otto die 2001 längst abgezogenen Russen, indem er in seiner Erinnerung an ihren Bieren und Schnäpsen gut verdient, während Moni Wäsche zusammenfaltet und Gardinen aufhängt, die russische Sprache vergessen hat, aber nicht die bemalten Frauen der russischen Offiziere. Straguths neue Feuerwehr wird mit Schnaps getauft und die Blasmusik spielt, bis der 14jährige, betrunkene Feuerwehrnachwuchsmann Erik von seinem 18jährigen Bruder Andrée die Treppe hinauf ins Bett getragen wird. Ihr Vater Volker sitzt am nächsten Morgen in der Küche, verlassen von seiner Frau vor einem halben Jahr, zählt die Generationen auf, die vor ihm hier lebten und kennt keine Angst, während im Kinderzimmer sein erstgeborner Sohn Marco eine Bundeswehruniform anzieht, um sich zu seiner Freundin Susanne aufs Sofa zu setzen und verliebt einen wissenschaftlichen Film über das Ende des Universums anzuschauen.

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Land: Deutschland
Jahr: 2002
Genre: Dokumentation
Länge: 100 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 20.11.2003
Regie: Thomas Heise
Verleih: Salzgeber & Co




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