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Kleine Freiheit (2003)
Drama: Ein 16-jähriger Kurde hält sich illegal in Hamburg auf.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Der kurdische Jugendliche Baran (Cagdas Bozkurt) hat seine Eltern durch die türkische Miliz verloren und wurde von seiner Familie daraufhin nach Hamburg geschickt. Nun wurde sein Asylantrag abgelehnt – und ihm droht die Abschiebung. Bei den Essensauslieferungen, die er für einen kleinen Kebap-Imbiss erledigt, ist er stets darauf bedacht, nicht die Aufmerksamkeit der Polizei zu erregen. Als er den etwa gleichaltrigen Schwarzen Chernor (Leroy Delmar) kennenlernt, der sich in der gleichen Lage befindet, entsteht zwischen den beiden eine enge Verbindung.
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Filmkritik
"Kleine Freiheit": Eine Perle des deutsch-türkischen Kinos
Das Coming-of-Age-Drama "Kleine Freiheit" von Yüksel Yavuz feierte im Jahr 2003 Premiere. Es ist der zweite Spielfilm des türkisch-deutschen Regisseurs kurdischer Abstammung – und kann nun im Rahmen seiner Wiederaufführung im Kino neu entdeckt werden. Einfühlsam und ehrlich erzählt das Werk nach einem Skript von Yavuz und Henner Winckler von den Erfahrungen des 16-jährigen Kurden Baran, dem in Hamburg die Abschiebung droht.
Alltag in der Illegalität
Die von Patrick Orth geführte Kamera folgt dem adoleszenten Protagonisten, der im Hamburger Stadtteil St. Pauli, nahe der Reeperbahn, für einen kleinen Kebap-Imbiss Essensauslieferungen auf dem Fahrrad erledigt. Die Bilder zeigen die Hansestadt nicht aus einer touristischen Perspektive, sondern fangen treffend den stressigen und zugleich von Stagnation geprägten Alltag in der Illegalität ein. Der Film erfasst dabei auch Momente der Gemeinschaft unter Ausgegrenzten – etwa wenn Baran seine Pausen mit einem Wohnungslosen namens Käpt'n auf einer Parkbank verbringt oder mit der Bosnierin Alma interagiert.
Nähe und Verbundenheit
Eine besondere Beziehung baut Baran schließlich mit dem Schwarzen Chernor auf, der ebenfalls abgeschoben werden soll. Die ständige Hektik und Angst, die beide aufgrund ihrer Situation empfinden, verschwindet vorübergehend, wenn Baran und Chernor beisammen sind – und einfach mal so tun können, als seien sie zwei freie junge Menschen und müssten nicht in der permanenten Gefahr leben, von der Polizei festgenommen zu werden. Das Spiel der Hauptdarsteller Cagdas Bozkurt und Leroy Delmar, die damals zwei Hamburger Schüler ohne Leinwanderfahrung waren, wirkt authentisch.
Fazit: Ein Film voller Energie und Zärtlichkeit – mit tollen Bildern aus Hamburg und einer glaubhaften Milieuschilderung.
Das Coming-of-Age-Drama "Kleine Freiheit" von Yüksel Yavuz feierte im Jahr 2003 Premiere. Es ist der zweite Spielfilm des türkisch-deutschen Regisseurs kurdischer Abstammung – und kann nun im Rahmen seiner Wiederaufführung im Kino neu entdeckt werden. Einfühlsam und ehrlich erzählt das Werk nach einem Skript von Yavuz und Henner Winckler von den Erfahrungen des 16-jährigen Kurden Baran, dem in Hamburg die Abschiebung droht.
Alltag in der Illegalität
Die von Patrick Orth geführte Kamera folgt dem adoleszenten Protagonisten, der im Hamburger Stadtteil St. Pauli, nahe der Reeperbahn, für einen kleinen Kebap-Imbiss Essensauslieferungen auf dem Fahrrad erledigt. Die Bilder zeigen die Hansestadt nicht aus einer touristischen Perspektive, sondern fangen treffend den stressigen und zugleich von Stagnation geprägten Alltag in der Illegalität ein. Der Film erfasst dabei auch Momente der Gemeinschaft unter Ausgegrenzten – etwa wenn Baran seine Pausen mit einem Wohnungslosen namens Käpt'n auf einer Parkbank verbringt oder mit der Bosnierin Alma interagiert.
Nähe und Verbundenheit
Eine besondere Beziehung baut Baran schließlich mit dem Schwarzen Chernor auf, der ebenfalls abgeschoben werden soll. Die ständige Hektik und Angst, die beide aufgrund ihrer Situation empfinden, verschwindet vorübergehend, wenn Baran und Chernor beisammen sind – und einfach mal so tun können, als seien sie zwei freie junge Menschen und müssten nicht in der permanenten Gefahr leben, von der Polizei festgenommen zu werden. Das Spiel der Hauptdarsteller Cagdas Bozkurt und Leroy Delmar, die damals zwei Hamburger Schüler ohne Leinwanderfahrung waren, wirkt authentisch.
Fazit: Ein Film voller Energie und Zärtlichkeit – mit tollen Bildern aus Hamburg und einer glaubhaften Milieuschilderung.
Andreas Köhnemann
Besetzung & Crew von "Kleine Freiheit"
Land: DeutschlandJahr: 2003
Genre: Drama
Länge: 99 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 09.04.2026
Regie: Yüksel Yavuz
Darsteller: Cagdas Bozkurt, Necmettin Cobanoglu, Leroy Delmar, Naci Özarslan, Nazmi Kirik
Kamera: Patrick Orth
Verleih: Bfilm Verleih - EYZ Media





