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Requiem (2006)

Deutsches Drama nach einer wahren Begebenheit: Michaela verlässt ihr katholisches Elternhaus, um ein Studium zu beginnen. Plötzlich hört sie Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Schließlich lässt sie einen Exorzismus vornehmen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Süddeutschland in den 70er Jahren, ein Dorf in der schwäbischen Provinz. Schwer atmend kämpft sich Michaela Klingler auf dem Fahrrad einen Hügel hinauf, um in einer kleinen Kapelle zu beten. Tatsächlich geht ihr Wunsch in Erfüllung. Zuhause findet sie im Briefkasten die Zulassung zur Universität Tübingen, wo sie sich für einen Studienplatz in Pädagogik beworben hat. Während sie in ihrem Vater Karl einen Verbündeten hat, der ihr den Rücken stärkt, sieht die besorgte Mutter Marianne dem Studium mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie hat Angst um ihre Tochter. Michaela ist Epileptikerin, war während ihrer Schulzeit oft krank und monatelang zur Behandlung in verschiedenen Krankenhäusern. Doch Michaela will endlich die ersten Schritte in ein eigenes Leben gehen und setzt sich durch. Voller Vorfreude bricht sie nach Tübingen auf und beginnt ihr Studium. Mit Hanna, einer Schulkameradin von früher, tut sich eine Welt auf, die für Michaela neu ist. Das streng katholische Elternhaus rückt in weite Ferne.
Als Michaela an einem Wochenende nach Hause fährt, um mit ihrer Familie an einer Wallfahrt zu einem norditalienischen Pilgerort teilzunehmen, bricht sie zusammen. Sie versucht verzweifelt einen Rosenkranz zu berühren, aber es gelingt ihr nicht. Ihr Vater findet sie bewusstlos und Michaela bittet ihn, diesen Vorfall zu verschweigen."„Hast du deine Tabletten genommen?", fragt Karl. Michaela nickt. Sie kann sich selbst nicht erklären, was passiert ist. Wieder in Tübingen stürzt sich Michaela in die Arbeit und ins Leben. Auf einer Party an der Universität verliebt sie sich in Stefan, einen jungen Chemiestudenten. Michaela tanzt, flirtet, erlebt die aufregende Zeit der ersten Küsse und Berührungen – doch das Glück währt nicht lange.
Als Hanna sie eines Morgens zwischen umgestoßenen Möbeln im Zimmer ihres Studentenwohnheims findet, kann Michaela der Freundin ihre Krankheitsgeschichte nicht länger verbergen. Michaela lässt sich missmutig von Hanna das Versprechen abringen, dass sie zu einem Arzt gehen wird. Im Gegenzug verlangt sie von ihrer Freundin, Stillschweigen über den Zusammenbruch zu bewahren. Jegliches Zeichen von Schwäche würde eine sichere Rückkehr ins Haus der Eltern bedeuten.Michaela ist sich sicher, dass dies kein epileptischer Anfall war und sucht dort Hilfe, wo sie es gewohnt ist, Schutz und Unterstützung zu finden: In der Kirche ihres Heimatortes schildert sie ihre Erlebnisse Pfarrer Landauer. Sie habe Dämonen gesehen und deren Stimmen gehört. Er sucht Michaela in Tübingen auf und bringt in Pfarrer Borchert einen jungen Kollegen mit, der vielleicht einen besseren Draht zu Michaela finden kann. Nach anfänglichem Misstrauen lässt sich Michaela auf ein langes Gespräch mit dem engagierten Priester ein. Er glaubt ihr und stärkt sie in der Ansicht, dass es Dinge gibt, gegen die die Naturwissenschaften machtlos sind. An Heiligabend kommt es zum offenen Streit. Michaela hat sich in Tübingen neu eingekleidet, aber Marianne hat die hohen Stiefel und den kurzen Rock heimlich in die Mülltonne geworfen. Nur Karls Eingreifen kann eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen Mutter und Tochter verhindern. Bei der nächtlichen Christmette ist Michaela noch immer gekränkt und aufgewühlt und stürmt während des Gottesdienstes aus der Kirche.
Zuhause angekommen, flüchtet sich Michaela auf ihr Zimmer. Sie versucht sich zu wehren, doch gegen die Kraft der aufsteigenden Stimmen und Bilder, die sie sieht, ist Michaela machtlos. Sie windet sich auf dem Fußboden, taumelt, versucht gegen die Stimmen in ihrem Kopf anzubeten und den Rosenkranz festzuhalten, doch dieses Mal verliert sie komplett die Kontrolle über sich. Die nach Hause kommenden Eltern finden ihre schreiende und verstörte Tochter am Boden kauernd vor, die Kette des Rosenkranzes ist zerrissen und die Perlen liegen achtlos im verwüsteten Zimmer herum.
Schließlich stimmt Michaela einem Exorzismus zu, der im Hause der Eltern durchgeführt wird.

Bildergalerie zum Film

Michaelas Eltern Marianne und Karl Klingler  X Verleih AGMichaela zweifelt  X Verleih AGMichaela und ihr Freund Stefan  X Verleih AGPfarrer Landauer, Michaela und Pfarrer Borchert  X...eih AGRequiem - Michaela mit Mariannes RosenkranzRequiem - Michaela tanzt auf der Erstsemesterparty


Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2006
Genre: Drama
Länge: 93 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 02.03.2006
Regie: Hans-Christian Schmid
Darsteller: Walter Schmidinger, Nicholas Reinke, Irene Kugler
Verleih: X Verleih

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