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Dummschwätzer (1997)

Liar, Liar

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der amerikanische Blödel-König Jim Carrey spielt diesmal den gerissenen Anwalt Fletcher Reede, der es zwar mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt, dafür aber jeden Prozeß erfolgreich abschließt. Denn was kann es schöneres im Anwaltsleben geben, als das Recht bis in die Knie zu beugen und dadurch eine Partnerstelle in einer angesehenen Kanzlei zu bekommen? Menschlich ist er folglich das letzte Arschloch: Er ist kaltherzig, Mitarbeiter werden belogen, und zur Not hüpft er auch mal mit einer Vorgesetzten ins Bett - solange es der Karriere dienlich ist. Ganz deutlich an zweiter Stelle kommt die Familie beziehungsweise das, was seit der Scheidung noch davon übrig ist. So besucht er mit regelmäßiger Unregelmäßigkeit seinen vierjährigen Sohn Max, der ihn vielleicht gerade wegen des seltenen Kontakts und Fletchers dann hervorbrechender Herzlichkeit vergöttert. Selbst als seine Ex-Frau Audrey eine ernstere Beziehung mit dem braven Langweiler Jerry eingeht, juckt Fletcher das scheinbar kaum.
Als sich Dad auch an Maxens fünftem Geburtstag wieder mal nicht blicken läßt, sondern sich wegen eines wichtigen Termins nur telefonisch meldet, ahnt Max, daß er wieder einmal belogen wurde, und wünscht sich unter Tränen beim Ausblasen der Geburtstagskerzen, daß Fletcher einen Tag lang nicht lügen kann. Der Wunsch geht natürlich in Erfüllung und stürzt den Karriere-Anwalt in eine tiefe Seins-Krise. Ausgerechnet für den folgenden Tag ist ein wichtigter Prozeß angesetzt: Das frisch geschiedene Busenwunder Samantha Cole will ihren reichen Ex-Gatten auf die Hälfte seines Vermögens plus Unterhaltszahlungen für die zwei Kinder verklagen - obwohl ihr laut Ehevertrag bei mindestens einem nachgewiesenen Ehebruch als Scheidungsgrund gar nichts zusteht. Zu allem Übel hat Audrey Fletchers Unzuverlässigkeit satt, da sie wahrnimmt, wie sehr ihr gemeinsamer Sohn Max unter den ständigen Enttäuschungen leidet. Sie beschließt, mit Jerry und Max fortzuziehen. Mit faszinierend skurrilen Carrey-typischen Gummi-Grimassen und ebensolchen Verrenkungen reagiert Fletcher auf diese verzwickte Situation. Denn er merkt, wie hilfreich ihm all die Lügen, ob kleine oder große, im Geschäftsleben waren. Nun verscherzt er es sich mit allen... Erst als er von Audrey erfährt, was Max sich gewünscht hatte, geht ihm ein Licht auf. Fletcher merkt nun, was für ein Riesenidiot und Rabenvater er ist, und versucht die Situation so gut als möglich und wahrheitsgetreu zu meistern.

FilmkritikKritik anzeigen

Anfangs nimmt der Film in wunderbar sarkastischer Weise die Ellenbogenmentalität der karrieregeilen Yuppiegesellschaft auf's Korn, später steuert das Drehbuch leider auf ein gnadenlos unrealistisches Happy-End zu: Anstatt Fletchers logisch scheinenden beruflichen Untergang zu besiegeln, manövrieren die beiden Drehbuchautoren Paul Guay und Stephen Mazur die Handlung an den Klippen der Realität [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 1997
Genre: Komödie
Länge: 99 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 29.05.1997
Regie: Tom Shadyac
Darsteller: Jim Carrey, Maura Tierney, Justin Cooper
Verleih: United International Pictures

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