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Open Water 2 (2006)

Thriller: Sechs Freunde feiern ihr Wiedersehen an Bord einer Luxusjacht. Die ruhige See verführt zum Baden. Als alle im Wasser sind stellen sie entsetzt fest, dass niemand daran gedacht hat, die Bootsleiter herunter zu lassenUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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AMY (Susan May Pratt) ist gerade Mutter geworden und präsentiert ihren Freunden beim Wiedersehen stolz ihr junges Mutterglück. Ängstlich, mit viel Überwindung und als einzige eine Rettungsweste tragend, betritt sie mit ihren Freunden, Mann und Baby die Jacht. Nur ihr Ehemann JAMES (Richard Speight, Jr.) weiß, dass AMY seit dem Tod ihres Vaters an einem Trauma leidet und sich vor Gewässern extrem fürchtet. Auf die belustigten Fragen der Freunde, warum sie immer eine Rettungsweste an Bord trägt, gibt sie allerdings nur ausweichende Antworten.Anlass der Fahrt ist der Geburtstag von ZACH (Niklaus Lange), der mit seiner Freundin LAUREN (Ali Hillis) auf dem Motorrad am Urlaubsort an der mexikanischen Küste anreist.
DAN (Eric Dane), Draufgänger, Sunnyboy und Langzeitsingle, hat die Freunde auf seine ansehnliche Jacht eingeladen. Seine junge Freundin MICHELLE (Cameron Richardson) ist nicht nur seinem Charme erlegen, sondern auch seinem vermeintlichen Vermögen, das er in den letzten Jahren angesammelt hat.Nur wenige Stunden nachdem die Gruppe den Hafen verlassen hat, fliesst der Alkohol in Strömen. Die Stimmung wird immer ausgelassener. An einem spektakulären Riff beschließen die Freunde in der glühenden Hitze ein erfrischendes Bad zu nehmen. Nur DAN und AMY bleiben an Bord, damit AMY in Ruhe ihr Baby zu Bett bringen kann.
Aus einer Laune heraus, versucht DAN mit einer scherzhaft gemeinten Schocktherapie AMY von ihrer Wasserphobie zu heilen: Er packt sie und springt mit ihr zu den Anderen ins Wasser. Sein Plan wird sich schon bald als folgenschwerer Fehler entpuppen.AMY erleidet einen Schock und erwacht panisch, auf der Wasseroberfläche treibend, aus ihrer kurzzeitigen Ohnmacht wie aus einem bösen Traum, während ihr Mann JAMES sie zu beruhigen versucht.
Nur kurze Zeit später müssen die anderen Freunde mit Entsetzen feststellen, dass aus dem anfänglichen Scherz bitterer Ernst geworden ist: Sie haben vergessen die Badeleiter hinunter zu lassen, bevor sie ins Wasser gesprungen sind. Panik und Wut ergreifen Besitz von den Freunden, als sie verzweifelt versuchen, das rettende Deck zu erreichen, das peinigend und zum Greifen nah über ihren Köpfen hervor ragt. Aber die Außenwände der Jacht sind zu hoch und zu glatt, um über die Reling zu gelangen.Bei dem ungestümen Versuch, mit einem Tauchermesser die Außenwand zu erklimmen, geschieht ein schreckliches Unglück, dass die Situation unter den Freunden endgültig eskalieren lässt. DAN verletzt ZACH lebensbedrohlich. Hilfe vom Festland oder einem vorbeifahrenden Boot ist nicht in Sicht.
Kraftlos treiben sie Stunde um Stunde im Wasser. Der Ort, von dem sie glaubten, das Paradies gefunden zu haben, wird zu ihrem schlimmsten Albtraum im Kampf ums nackte Überleben.
Dass sie auch noch das Leben eines hilflosen Babys aufs Spiel gesetzt haben, wird ihnen erst klar, als sie das Schreien des zurückgelassenen Kindes hören.

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Filmkritik

Ins Wasser gefallen - präziser lässt sich "Open Water 2" kaum umschreiben. Universum Film bringt hier ein Pseudo-Sequel in die Kinos, das mit dem Original "Open Water" tatsächlich nichts weiter gemein hat als den Schauplatz: das Meer. Was an sich nicht weiter dramatisch wäre, wäre nur der ganze Film etwas dramatischer und weniger unfreiwillig komisch.

Die Grundidee an sich ist vielversprechend: Sechs Freunde machen im Golf von Mexiko eine Bootstour, und natürlich lassen sie es sich dabei nicht nehmen, auch ein wenig im Meer zu schwimmen. Dummerweise haben sie beim Sprung ins kühle Nass vergessen, die Leiter rauszuhängen und so kann der geneigte Zuschauer nun verfolgen, wie aus aus dem lockeren Urlaubstraum recht schnell ein übler Albtraum wird.

Wie das Original ist also auch das Pseudo-Sequel ein Kammerspiel und generell hat so ein Kammerspiel ja seine Tücken. Um nicht zu langweilen braucht es, wie etwa Romuald Karmakars fantastischer "Der Totmacher" neben hervorragenden Darstellern ein niet- und nagelfestes Drehbuch und ein stimmiges optisches Konzept.
Zumindest letzteres kann man "Open Water 2" nicht vollständig absprechen. Werbefilmer Hans Horn weiß schon recht genau, wie man schöne Unter- und Überwasserbilder zaubert oder Frauen als knackige Blödchen in Szene setzt. Schade nur, dass es am Rest dann doch irgendwie hapert. Den Darstellern kann man dabei ihre Unglaubwürdigkeit nur in begrenztem Maß vorwerfen, lässt doch das Drehbuch eine recht erschreckende Riege an Klischeefiguren Schwachsinniges von sich geben. Was genau soll an als Schauspieler schon Vernünftiges aus Dialogen wie: "Mir ist heiß!" - "Du bist heiß, Baby!" machen? Figuren, denen die Autoren nur ein Gehirn in Erbsengröße und die charakterliche Tiefe eines Suppentellers zugestehen, können von ihren Darstellern dummerweise auch nicht mehr gerettet werden. Doch auch wenn Darsteller nur in den seltensten Fällen etwas retten können - schlimmer machen können sie es allemal. Bestes Beispiel ist hierfür wohl Richard Speight Jr., der in der Rolle des liebenden Familienvaters wohl die größte Fehlbesetzung des Films ist.

Zur Ehrenrettung sei gesagt: Ich zumindest hab mich amüsiert. Denn: Ein Thriller muss ja nicht unbedingt klug sein, Popcorn-Kino ist nahezu immer Klischeebeladen und um mich einigermaßen unterhalten zu fühlen, muss ich eigentlich nur lachen können. Und gelacht hab ich hier ohne Frage häufiger...





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Land: Deutschland
Jahr: 2006
Genre: Thriller
Länge: 90 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 10.08.2006
Regie: Hans Horn
Darsteller: Ali Hillis, Richard Speight Jr., Susan May Pratt
Verleih: Universum Film

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