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Calling Hedy Lamarr
Calling Hedy Lamarr
© Michael Höfner

Calling Hedy Lamarr (2004)

Porträt: Wer war sie wirklich? Wienerin. Hollywood-Göttin. Erfinderin. Erfolgreich. Gescheitert. Reich. Arm. Vergessen. Wiederentdeckt. Das Studio wollte, dass sie schön war und sonst nichts. Der Sohn wollte eine liebende Mutter. Die sechs Männer eine Ehefrau. Und sie?User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Ein Gesicht, eine Tagline, eine Erfindung.
Zwei Facetten, die nicht zur selben Frau zu gehören scheinen. Ein Hollywood Star als geniale Erfinderin erweckt die Neugierde. Der Regisseur Georg Misch interessiert sich für die Vernetzung von Wahrheit und Mythos. Er hört Geschichten über sie von Menschen, die sie gekannt haben. Er seziert die Spuren der Frau mit der exotischen Erotik, die nicht nur in ihrem Privatleben überraschende und mutige Entscheidungen traf, sondern sogleich mit einem gewagten Filmprojekt Aufsehen erregte. Was ist
geblieben?
Ihr erster Film Ekstase mit den skandalösen Nacktszenen, Spielfilme, die niemand mehr sieht und kennt, ein sechzigjähriger Sohn, der mit seiner Mutter noch lange nicht fertig ist, eine Erfindung, deren Patent zu früh abgelaufen ist und der Erfinderin späten Ruhm, aber kein Geld eingebracht hat, aber in unserem Alltag als Grundstein für die Mobiltelefonie ständig Verwendung findet. Darüber hinaus noch immer das Echo ihrer faszinierenden Schönheit.

Der Umgang mit dem Archivmaterial verschiedenster Herkunft entspricht der inneren Zerrissenheit einer Hollywood-Diva, die ihr mathematisches Talent nicht in einer parallelen Existenz als Erfinderin ausleben sollte, um ihren Nimbus als erfolgreiche Leinwand-Göttin nicht zu gefährden. Aus dem Gewirr der Mythen, die noch zu ihren Lebzeiten gesponnen worden waren, schält sich langsam das Bildnis einer modernen Frau jenseits des Hollywood-Stars.
Das Telefon wurde zuletzt zu ihrem einzigen Kommunikationsmittel mit der Außenwelt. Selbst mit ihren Kindern und engen Freunden verbrachte sie sechs bis sieben Stunden pro Tag am Telefon, doch zu persönlichen Begegnungen kam es in ihren letzten Lebensjahren kaum. Aus diesem Grund, aber nicht zuletzt auch wegen der Bedeutung ihrer Erfindung für die moderne Kommunikation, ist das Telefon das „strukturierende Leitmotiv“ des Films. Die Interviews im Film sind als Telefongespräche inszeniert und führen wie eine nostalgische Konferenz zwischen den Protagonisten durch die Zeiten.

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Land: Deutschland, Österreich, Großbritannien
Jahr: 2004
Genre: Dokumentation
Länge: 71 Minuten
Kinostart: 12.07.2007
Regie: Georg Misch
Darsteller: Heidi Schoeler, Patricia Place, Joe Pohan
Verleih: Gmfilms




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