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30 Days of Night
30 Days of Night
© 2007 Concorde Filmverleih GmbH

Kritik: 30 Days of Night (2007)


Gedreht nach der gleichnamigen Comic-Serie von Steve Niles und Ben Templesmith spielt der Vampirschocker „30 Days of Night“ in der Stadt Barrow in Alaska, dem nördlichsten Außenposten der USA. Einmal im Jahr geht hier für 30 Tage die Sonne unter und weil die Dauerdunkelheit, im Zusammenspiel mit der ekligen Kälte, dann doch etwas viel des Schlechten ist, verdrücken sich die meisten Einwohner nachvollziehbarerweise für einen Monat in südlichere Gefilde.

Die Grundidee von „30 Days of Night“ nutzt diese geographische Besonderheit: Eine wildgewordene Horde Vampire fällt pünktlich nach dem letzten Sonnenuntergang des Monats in das gottverlassene Kaff Barrow ein und nutzt die 30-tägige Dunkelheit, um die im Ort verbliebenen 150 Einwohner genüsslich zu zerfetzen.

Jawohl, richtig gelesen, zerfetzen – die Vampire in „30 Days of Night“ beißen nicht einfach zärtlich in aufgeregt pochende Halsschlagadern, denn mit versteckter Erotik à la Dracula haben diese Viecher nun wirklich gar nichts am Hut. Vielmehr bereitet es ihnen ganz offensichtlich ganz besondere Freude mit ihrem Essen zu spielen – sprich, ihren Opfern den Kopf ab- und die Körper aufzureißen, so dass das kostbare Blut lustig durch die Gegend spritzt. Den Kopf abreißen ist denn auch für die anvisierten Opfer die „einfachste“ Möglichkeit, ihre Gegner in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Abgesehen von der kleinen Lehrstunde in Sachen Gore verläuft der verständlicherweise ohne Jugendfreigabe in die Kinos kommende Horrorstreifen allerdings vergleichsweise konventionell – allein das Ende ist dann doch etwas anders – besser - als erwartet.

Bei seiner Inszenierung hat Regisseur David Spade freundlicherweise darauf geachtet, dass man als Zuschauer nicht nur hören, sondern auch so einigermaßen sehen kann was so vor sich geht. Auf wildeste Kamerazappeleien und Schnitte im Zehntelsekunden-Takt wurde verzichtet, und anders als man bei dem Titel erwarten könnte, ist das Licht zwar spärlich, aber doch ausreichend vorhanden – düster ja, „pitch black“ nein.

Auch an den Darstellern gibt es nichts zu meckern – Danny Huston gibt überzeugend den wirklich fiesen Oberblutsauger Marlow, während Josh Hartnett und Melissa George als entfremdetes, kurz vor der endgültigen Trennung stehendes Ehepaar Eben und Stella Oleson sympathisch genug sind, um mitfiebern zu lassen.

Insgesamt also ist „30 Days of Night“ zwar nicht der Riesenkracher, aber allemal gut für 2 Stunden bluttriefende Unterhaltung.




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