oder

Karo und der liebe Gott (2006)

Kinderfilm: Ein Mädchen will ihre zerstrittenen Eltern wieder zusammenbringen – mit göttlicher Hilfe.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der achtjährigen Karo Lenz (Resi Reiner) steht die Erstkommunion bevor – und gerade jetzt geraten ihre Mutter Alice (Petra Morzé) und ihr Vater Peter (Markus Gertken) in eine Ehekrise, die dazu führt, dass Karo mit ihrer Mutter in eine andere Wohnung zieht. Als sie sich über ihr Walkie-Talkie beim lieben Gott beklagt, meldet sich überraschenderweise eine Männerstimme. Zwar stellt sich bald heraus, dass es sich hierbei um den älteren Nachbarn (Branko Samarovski) in der Wohnung unter ihnen handelt, dennoch ist Karo davon überzeugt, dass "Gott" ihr dabei helfen kann, Alice und Peter wieder zusammenzubringen.

Der Fernsehmoderator Peter ist allerdings bereits mit der jüngeren Maskenbildnerin Lizzy (Marie-Christine Friedrich) liiert – und auch die Pianistin Alice hat sich mit dem Musiker Max (Markus Meyer) schon einem neuen Mann zugewandt. Karo setzt dennoch alles daran, um das alte Familienleben wiederherzustellen.

Bildergalerie zum Film

Karo und der liebe GottKaro und der liebe GottKaro und der liebe GottKaro und der liebe GottKaro und der liebe Gott


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der Kinderfilm "Karo und der liebe Gott" von Danielle Proskar wurde im Jahre 2006 in Österreich uraufgeführt; im Mai 2008 war er auch auf deutschen Leinwänden zu sehen – und nun wird er erneut im Kino gezeigt. Das Werk befasst sich mit der Gefühlswelt einer Achtjährigen, die miterleben muss, wie ihre Eltern sich zerstreiten, trennen und schließlich scheiden lassen. Dabei geht es um die Versuche der jungen Titelheldin, das Familienglück wieder zurückzuerlangen – aber ebenso darum, wie das Mädchen allmählich lernt, sich mit der veränderten Situation zu arrangieren. Das Drehbuch und dessen Umsetzung behandeln das Thema mit dem nötigen Ernst, lassen jedoch stets auch Humor und Charme zu.

Indem Karo in Kontakt mit ihrem Nachbarn tritt, den sie für den lieben Gott hält, erzählt der Film überdies von einer ungewöhnlichen Freundschaft und demonstriert, wie zwei Fremde – ganz unabhängig vom Alter und von Äußerlichkeiten – voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen können. In der Interaktion zwischen den Figuren wartet das Skript immer wieder mit schönem Wortwitz auf.

Die Hauptdarstellerin Resi Reiner, die mit "Karo und der liebe Gott" ihr Kinodebüt gab, vermittelt glaubwürdig die Traurigkeit über das Ende des harmonischen Familiendaseins und legt im Laufe der Handlung eine bemerkenswerte Energie an den Tag. Auch Petra Morzé ("Antares") und Markus Gertken ("You Are Wanted") können als Eltern überzeugen. Zwischen Resi Reiner und Branko Samarovski ("Braunschlag"), der den vermeintlichen "lieben Gott" verkörpert, entwickelt sich eine stimmige Chemie.

Fazit: Ein gut gespielter Kinderfilm, der sich auf sensible Weise dem Thema Scheidung widmet und dies gekonnt mit humorvollen Tönen verbindet.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Karo und der liebe Gott

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Österreich
Jahr: 2006
Genre: Kinderfilm
Länge: 94 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 16.05.2019
Regie: Danielle Proskar
Darsteller: Resi Reiner als Karo Lenz, Petra Morzé als Alice Lenz, Markus Gertken als Peter Lenz
Verleih: Der Filmverleih GmbH

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.