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Karo und der liebe Gott
Karo und der liebe Gott
© alpha medienkontor GmbH

Kritik: Karo und der liebe Gott (2006)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der Kinderfilm "Karo und der liebe Gott" von Danielle Proskar wurde im Jahre 2006 in Österreich uraufgeführt; im Mai 2008 war er auch auf deutschen Leinwänden zu sehen – und nun wird er erneut im Kino gezeigt. Das Werk befasst sich mit der Gefühlswelt einer Achtjährigen, die miterleben muss, wie ihre Eltern sich zerstreiten, trennen und schließlich scheiden lassen. Dabei geht es um die Versuche der jungen Titelheldin, das Familienglück wieder zurückzuerlangen – aber ebenso darum, wie das Mädchen allmählich lernt, sich mit der veränderten Situation zu arrangieren. Das Drehbuch und dessen Umsetzung behandeln das Thema mit dem nötigen Ernst, lassen jedoch stets auch Humor und Charme zu.

Indem Karo in Kontakt mit ihrem Nachbarn tritt, den sie für den lieben Gott hält, erzählt der Film überdies von einer ungewöhnlichen Freundschaft und demonstriert, wie zwei Fremde – ganz unabhängig vom Alter und von Äußerlichkeiten – voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen können. In der Interaktion zwischen den Figuren wartet das Skript immer wieder mit schönem Wortwitz auf.

Die Hauptdarstellerin Resi Reiner, die mit "Karo und der liebe Gott" ihr Kinodebüt gab, vermittelt glaubwürdig die Traurigkeit über das Ende des harmonischen Familiendaseins und legt im Laufe der Handlung eine bemerkenswerte Energie an den Tag. Auch Petra Morzé ("Antares") und Markus Gertken ("You Are Wanted") können als Eltern überzeugen. Zwischen Resi Reiner und Branko Samarovski ("Braunschlag"), der den vermeintlichen "lieben Gott" verkörpert, entwickelt sich eine stimmige Chemie.

Fazit: Ein gut gespielter Kinderfilm, der sich auf sensible Weise dem Thema Scheidung widmet und dies gekonnt mit humorvollen Tönen verbindet.




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