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Mein Freund, der Wasserdrache
Mein Freund, der Wasserdrache
© 2007 Sony Pictures Releasing GmbH

Kritik: Mein Freund, der Wasserdrache (2007)


 „Monster“ ex Machina: In Jay Russells liebevoller Story wird die Legende vom sagenumwobenen Monster und seinem mystischen Foto von einer ganz anderen Seite betrachtet, nicht nur technisch perfekt und CGI-generiert: Russell fokussiert dabei die Geschichte des vaterlosen Jungen, der eine extraordinäre Freundschaft eingeht, die ihn nicht nur dazu bringt, seine panische Angst vor Wasser zu überwinden. Der große ungewöhnliche Freund schubst ihn auch hilfreich in die raue Welt der Erwachsenen.

Die abenteuerliche Fantasy-Mär basiert auf dem Bestseller von Dick King-Smith, der auch die Buchvorlage zu "Ein Schweinchen namens Babe" verfasste. Vor der stimmungsvollen Kulisse schottischer Seenlandschaften entstand unter der Regie von Jay Russell („Im Feuer“) und produziert von den Machern von „Die Chroniken von Narnia“ ein fantasievolles und zu Herzen gehendes Abenteuer über die Kraft der Freundschaft, das bestes Familien-Amüsement garantiert. An der Seite von Alex Etel („Millions“) spielen in den Hauptrollen Emily Watson („Breaking the Waves“, „Gosford Park“), Ben Chaplin („Stage Beauty“, „Der schmale Grat“) und David Morrisey („Entgleist“). Das mit einem Oscar ausgezeichnete Produzenten- und Special-Effects-Team der „Herr der Ringe“-Trilogie sorgt dafür, dass in „Mein Freund, der Wasserdrache“ eine uralte Legende eindrucksvoll zu neuer künstlicher Intelligenz erwacht.

„The Water Horse“ wurde zwischen Mai und September 2006 von Walt Disney Pictures und Walden Media an grandiosen Schauplätzen in Neuseeland und Schottland gedreht. Die brillanten Effekte, die ein wenig an „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ erinnern, stammen aus der virtuellen Schmiede von „Weta Digital“. Das Team von „Die Chroniken von Narnia“ bringt ihn mit großem Aufwand und mit tatkräftiger Unterstützung der „Herr der Ringe“-Effekt-Merline ins Kino.

Man erkennt an der Animation des rasch immer größer werdenden „Crusoe“, dass hier etliche Mitarbeiter sehr viel Liebe und Mühe in das Projekt hineingesteckt haben. Und so bleiben einem die beiden Sequenzen, in der der Wasserdrache vom Hund verfolgt wird, noch sehr lange in Erinnerung, auch wenn der Höhepunkt ein dramatisches und spannende Ende findet. Insgesamt gesehen ist „Mein Freund, der Wasserdrache“ eine berührende Geschichte und traurige Parabel zugleich. Das phantastische Erlebnis des kleinen Helden bebildert bombastisch, dass Gefühl und Herz manchmal entscheidender sein können als Vernunft und Vorsicht. Ob dieses Abenteuerdrama mit seinen bisweilen düsteren und lebensgefährlichen Sequenzen jedoch für Kinder um die sechs Jahre geeignet ist, sei dahingestellt. Es ist eben ein Fantasy-Streifen für erwachsene Kinder und kindliche Erwachsene zugleich.





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