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Wie Luft zum Atmen  Salzgeber & Co. Medien GmbH
Wie Luft zum Atmen Salzgeber & Co. Medien GmbH

Wie Luft zum Atmen (2005)

Musik-Doku (OmU): Der Film entdeckt die Musikalität Georgiens und stellt ihreBedeutung für dieses Land dar. Denn in den verloren gegangenen und wieder entdeckten Gesängenund Tänzen bewahren die Georgier ihre ureigeneIdentität und ihre Stärke...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.7 / 5

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Georgien liegt im Kaukasus, an der Grenze zwischen Orient und Okzident. Von Gebirge umgeben und im Westen begrenzt vom Schwarzen Meer hat sich dort eine in mehrerer Hinsicht einzigartige Kultur und Natur herausgebildet, die der Dokumentarfilm von Ruth Olshan einfängt."Ohne Musik", so erzählt eine junge Frau, "würde ich durchdrehen". Und ihre Chorleiterin stellt nüchtern fest: Sie und die Mädchen brauchen die Musik "wie Luft zum Atmen" – und so nennt Ruth Olshan ihren Film, der auf einer Reise durch das Land die Menschen und ihre besondere Beziehung zur Musik porträtiert.
Die traditionelle Volksmusik Georgiens ist auf der ganzen Welt einzigartig und wurde von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Was sie ausmacht ist vor allem die polyphone Stimmführung des Chorgesangs und die rhythmische Komplexität der Lieder. Die Harmonik basiert auf einem seit dem Mittelalter mündlich überlieferten eigenen Tonlagensystem, das anders und mehr als 300 Jahre früher als in Europa notiert wurde; Die Lieder enthalten Texte, die aus (wie man glaubt) altsumerischen Sprachen entwickelt wurden. In den verschiedenen Regionen Georgiens sind dabei völlig unterschiedliche Varianten der Folklore entstanden und haben dabei eine jeweils besondere Spielweise und Tanztradition herausgebildet.Ein Männerchor, den Ruth Olshan in ihrem Film begleitet, fährt durch die unterschiedlichen Regionen des Landes und sucht Menschen auf, die noch die alten Lieder singen können, die nirgendwo aufgeschrieben sind. Das Interesse des Chorleiters liegt daher auch in der Bewahrung und Weiterführung dieser Tradition, die für ihn zur georgischen Identität gehört und in der er noch "den Hauch der vergangenen Jahrhunderte" spürt.
Die alten Männer, die er findet, haben sich selbst ganz dieser Idee verpflichtet – sie selbst haben das, was sie singen einst von ihren Vätern gelernt und einfach weiter gesungen. Um neue Lieder zu erfinden, sei das Wesen der Musik viel zu kompliziert.Auch der Lehrer einer Schultanzgruppe in Rustawi sieht es als seine Aufgabe an, den Kindern mit der Tanztradition auch die Liebe zu ihrer Kultur beizubringen und ihnen das Gefühl ihrer Einzigartigkeit zu vermitteln.
Ruth Olshan befragt auf ihrer Reise dazu auch die jungen Ensemblemitglieder, die in ihrer Freizeit eher Popmusik hören und sich für Monica Belucci oder Meg Ryan interessieren.
"Sexy" sei die Volksmusik ja nicht gerade, meint ein Jugendlicher, der auch in einem Chor singt, aber beim Singen der alten Lieder fühle er sich manchmal so "erhaben" und „besonders“, dass er eine Gänsehaut bekäme. Ein Mädchen, das von ihren Eltern zum Tanzkurs geschickt wurde, weil sie zu dick war, spürt plötzlich auch das Besondere an den Tänzen und dass sie durch das Tanzen ein Erbe annimmt und eine Tradition weiterführt.

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2005
Länge: 90 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 19.10.2006
Regie: Ruth Olshan
Darsteller: Aleksandre Matreveli, Khvicha Khvtisiashvili, Tutarchela Frauenchor
Verleih: Salzgeber & Co




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