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All the Boys love Mandy Lane
All the Boys love Mandy Lane

Kritik: All the Boys Love Mandy Lane (2006)


Schon im vergangenen Jahr war "All the Boys love Mandy Lane" im Rahmen des Fantasy Film Fests zu sehen – jenem Festival, dass in mehreren deutschen Städten Freunde des Fantasy- und Horror-Films anlockt. Der Kinostart sollte dann eigentlich nicht allzu viele Wochen auf sich warten lassen, wurde vom Verleih Senator Film aber schließlich verschoben, und verschoben, und wieder verschoben – so dass man sich schließlich fragen musste, ob "Mandy Lane" überhaupt noch ein regulärer Kinostart vergönnt sein würde.
In den meisten Fällen spricht ein derart zögerlicher Umgang mit einem Film nicht gerade für dessen Qualität – bei dem von Regie-Debütant Jonathan Levine inszenierten Horror-Streifen aber muss es für die ständigen Rückzieher des Verleihs einen anderen Grund gegeben haben. Natürlich: "All the Boys love Mandy Lane" ist keinesfalls Oscar-reif. Aber, ganz ehrlich: wieviele Slasher sind das schon?

In nur vier Wochen mit vergleichsweise kleinem Budget gedreht, ist Levines Erstling blütenreine Genrekost: ein fieser kleiner Teenie-Slasher mit nettem Soundtrack und einer recht überraschenden Auflösung. Abgesehen von diesem Clou am Ende hat Autor Jacob Forman nicht viel neues ersonnen – sein Script ist vielmehr eine gelungene Neukombination, die sich aus 3 Jahrzehnten Slasher-Geschichte bedient und dabei mit sauber entwickelten Charakteren zu überzeugen weiß.

Durchaus brutal lässt Formans Drehbuch seine jugendlichen Protagonisten einen nach dem anderen ins ausgedörrte texanische Gras beißen – eine FSK-Freigabe dürfte dadurch zwar nicht in Gefahr sein, allzu niedrig wird sie aber sicherlich nicht ausfallen. Nichtsdestotrotz ist die Hauptzielgruppe des Slashers jugendlich, denn da die im coolen 70er Look gekleideten Protagonisten Highschool-Schüler sind, werden in der Story vom munteren Sterben vor allem Pubertätsprobleme aufgegriffen.

Getragen wird das Ganze insbesondere von Levines Hauptdarstellerin Amber Heard, die als frisch erblühte, und sich gegen allzu aufdringliche Anmachen wehrende Schulschönheit Mandy Lane sicher dem einen oder anderen Kinogänger den Kopf verdrehen wird. Aber auch an den übrigen Darstellern - allesamt Newcomer, die nur auf wenig mehr Erfahrung zurückblicken können als Regisseur Levine – gibt es nicht wirklich etwas auszusetzen.

Fazit: Unterhaltsamer, blütenreiner Teenie-Slasher mit coolem Look, gutem Soundtrack und nettem kleinen Überraschungseffekt.




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