oder

Die Noobs - Klein aber gemein (2009)

They Came From Upstairs

Abenteuer-Fantasy: Schüler verteidigen ihren Ferienort gegen eine AliensinvasionUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 13 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Überzeugt, dass seine Familie mal wieder ein wenig Zeit miteinander verbringen sollte, packt Stuart Pearson (Kevin Nealon) kurzerhand seine Frau Nina (Gillian Vigman) sowie die Kinder Hannah (Ashley Boettcher), Tom (Carter Jenkins) und Bethany (Ashley Tisdale) ins Auto und fährt zu deren Feriendomizil in Maine. Mit von der Partie sind Onkel Nate (Andy Richter), dessen Kinder Jake (Austin Robert Butler), die Zwillinge Lee (Regan Young) und Art (Henri Young) sowie Nana Rose (Doris Roberts). Von der gewohnten High-Tech-Großstadt Chicago, geht es direkt in eine Villa am See, wo anstelle von Technik, Angelruten auf die Familie warten. Um die befürchtete Langeweile von Bethany dort zu versüßen, taucht auch ihr Freund Ricky Dillman (Robert Hoffman) in der Villa auf. Aber von wegen Langeweile. Schon sehr bald wird den Kindern klar, dass sie nicht
die einzigen Bewohner des alten Hauses sind, als sie auf vier Noobs, die sich auf dem Dachboden tummeln, treffen: Der freundliche Spark, Chef Skip und das streitende Paar Spike und Razor. Sie sind kleine außerirdische Wesen, welche vom Planeten Noobia zur Erde gereist sind, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Während die Erwachsenen wieder einmal nichts peilen, basteln sich die Kids fantasiereiche Waffen. Mit Helm und selbstgebauter Kartoffelkanone stellen sie sich den Eindringlingen, um das Ferienhaus gegen die Invasion der Noobs zu verteidigen - und ganz nebenbei auch noch die Welt zu retten.

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Bethany Pearson (Ashley Tisdale) in 'Die Noobs -...mein'Bethany Pearson (Ashley Tisdale) in 'Die Noobs -...mein'Nina Pearson (Gilian Vigman), Ricky (Robert Hoffman)...mein'Spike - Die Noobs - Klein aber gemeinSpark - Die Noobs - Klein aber gemeinDie Noobs - Klein aber gemein


Filmkritik

Ohne ein paar ordentliche Monster, die regelmäßig und in wechselndem Gewand die Zelluloidtheater heimsuchen, hätten die Filmkreativen aus der Traumfabrik deutlich weniger zu tun. Ob sie nun aus dem absonderlichen Antiquitätenladen eines alten schrumpeligen Chinesen stammen, aus einem Genlabor entlaufen sind oder direkt aus dem Weltraum eintrudeln: Hauptsache böse, bissig, hinterlistig und völlig durchgeknallt, war zumindest früher die Devise.

Während in den 1980ern die „Critters“ eindeutig zu der Variante "agiler Bio-Weltraummüll" gehörten und gerade wegen des schön trashigen Images einen gewissen Kultstatus erlangten, wurden die „Gremlins“, mit Steven Spielberg im Produzentenstuhl, regelrecht geadelt. Anfang des 21. Jahrhunderts ist es nun wieder soweit: „Die Noobs“ sind bei uns gelandet. Das sind kleine grüne Weltraum-Tech-Nerds, mit einem eindeutig manifestierten Napoleonkomplex. Die letzte Verteidigungslinie – vor der Eroberung unseres blauen Planeten – ist eine, aus Eltern, Kindern Onkel, Vettern und Cousinen, zusammengewürfelte Familientruppe. Gemeinsam machen sie im Grünen, in einer Villa, an einem idyllischen See gelegen, einen Kurzurlaub, um sich vom Großstadtstress zu erholen. Und prompt geraten sie den außerirdischen Eroberungskobolden in die Quere. Erwartungsgemäß sind die Erwachsenen völlig verpeilt oder werden bereits via Neurocontrol durch die Noobs ferngesteuert, also müssen die Kids diesen Invasions-Spähtrupp allein in Schach halten.

Ein wenig erinnert die Show schon an „Kevin allein zu Haus“ und ähnliche Klamotten. Mit improvisierten Waffen rückt die Kinderbrigade im Alter von sechs bis 16 den Minifieslingen aus dem "Outer Space" auf die Pelle und liefert sich manch Schlacht in bester „A-Team“-Manier: Hauptsache niemand wird dabei (ernstlich) verletzt. Nein, waren das noch Zeiten, in denen sich Creature-Moviemaker einen schlappen Arsch (sorry!) drum scherten, was für eine Jugendfreigabe ihr martialisch-monströses Machwerk einheimsen würde. Da hatten die kleinen Wichte noch Biss und mussten bis aufs Blut bekämpft werden. In Zeiten, in denen aber alles was auch nur den Verdacht erzeugt, die zarten Seelchen ach-so-sensibler Namen-in-den-Schnee-Tänzer zu gefährden, bekommt eine weichgespülte disneyfizierte Mediengeneration Heranwachsender ein paar "Killeraliens" serviert, gegen die sogar die Ewoks (mit Turban und Bart) als al-Qaida-Azubis durchgehen würden.

OK., ohne sich heißzureden - ein wenig Mitschuld hat sicherlich das Konzept an sich: Als Familienfilm angedacht und mit dem Anspruch ausgestattet, von den Kleinen über die Mittleren bis zu den Großen alle irgendwie zu unterhalten, versucht sich der Film an einer Grätsche, die schon manch einem Vorgänger ein paar Blessuren einbrachte. Immer größer wird augenscheinlich der Zwang, kommerziell erfolgreich zu sein und verzweifelt wird versucht, eine möglichst breite Schicht von Kinofreunden zu erreichen. Qualität garantiert das nicht. Betriebswirtschaftlich ist es zwar genau richtig, immer zuerst auf den Markt zu schauen und zu überlegen, was dort absetzbar ist. Alles aber, was jemals eine künstlerische Eigenständigkeit erreichte und sich aus der Masse heraushob, tat dies aus einem Grund: Kreative Menschen ließen ihrer Imaginationskraft freien Lauf, scherten sich einen feuchten Tobak um politische Korrektheit (danke „Mars Attacks“!) und versuchten nicht zwanghaft ein Format zurechtzuzimmern, dass allen gleichermaßen genügen muss.

Fazit: Der Untertitel: „Klein aber gemein“ trifft es ganz gut: gemein – nicht fies, nicht böse, nicht monströs. „Die Noobs“ bieten zwar reichlich Tempo, ordentlich (harmlosen) Witz und Klamauk, aber zu mehr als ganz nett und amüsant reicht es eben nicht. Zugegeben: Gut animiert sind die kleinen Krötlinge schon. Was den Kreaturen an Boshaftigkeit fehlt, wird dank der Evolution der Trickeffekte auf der visuellen Ebene zurückgegeben. Und wem das reicht, der wird sich mit dem Film auch irgendwie anfreunden können. Einzig und allein eine Frage bleibt: Zu was ist bitte Ashley Tisdale („High School Musical“) in diesem Film gut?




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2009
Genre: Abenteuer, Fantasy
Länge: 87 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 08.10.2009
Regie: John Schultz
Darsteller: Carter Jenkins, Gillian Vigman, Andy Richter
Verleih: 20th Century Fox

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BESCHREIBUNG DER NOOBS:

SKIP
Skip ist der Anführer der Außerirdischen, sieht aber wie ein fieser, alter Kerl aus. Er ist ganz vernarrt in einen Joystick, mit dem [...mehr] Menschen wie Roboter gelenkt werden können (zum Glück funktioniert es nur bei Erwachsenen). Er ist klein, pummelig und wird schnell wütend, besonders auf die anderen Außerirdischen, die er für komplette Versager hält. Etwas bessere Laune stünde ihm hervorragend zu Gesicht.
SPIKE
SPIKE ist eine echte Nervensäge. Er ist stark, hart im Nehmen, muskulös - und verdammt dumm. Er handelt, ohne nachzudenken ... falls er überhaupt jemals denkt. Auf Noobia muss er mehr Zeit im Fitnesscenter als in der Schule verbracht haben. Er benimmt sich wie ein echter Rabauke ... und sieht dabei auch noch richtig gruselig aus.
RAZOR
Als einziges, ähm, Mädchen im Team der Noobs, ist Razor ein ziemlich heißer Feger ... für Noobs-Verhältnisse. Sie ist die Schöne und das Biest in einer Person. Sie kann nicht verstehen, warum sie es einfach nicht schaffen, den Job zu erledigen – es geht doch nur darum, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Sie kann kaum glauben, wie dämlich ihre Kameraden sind.
SPARK
Spark ist definitiv der netteste der Noobs und ein echter Trampel - aber das wärst du auch, wenn du vier Arme hättest. Spark ist unglaublich geschickt, kann viele Dinge gleichzeitig erledigen und fast alles reparieren. (Vier Arme zu haben, hilft dabei ungemein). Er unterscheidet sich

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