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Doomsday - Tag der Rache (2008)

Doomsday

Britische SciFi-Action: Ein grauenhaftes Virus verwandelt Schottland in eine Todeszone - die von der Regierung kurzerhand unter Quarantäne gestellt wird. Erst als über ein Vierteljahrhundert die Seuche auch in London ausbricht, wagen Wissenschaftler den Gang in die QuarantänezoneUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

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Ein tödliches Virus "The Reaper" genannt, hat Hunderttausende von Menschen befallen. Um eine Pandemie zu verhindern, entscheidet sich die britische Regierung, eine riesige Sperrzone einzurichten. Infizierte werden von ihren Mitmenschen isoliert, Schottland wird vom Rest der Welt abgetrennt - für immer. Gigantische Mauern und militärische Bewachung sollen verhindern, dass die zum Tode Verurteilten weitere Menschen anstecken. Keiner kommt hinein, keiner darf heraus. Wer es dennoch versucht, wird erschossen. Die Menschen bleiben ihrem Schicksal überlassen, ohne Kontakt, ohne Hilfe.

30 Jahre später scheint die Katastrophe vergessen. Zwar ist noch immer Schottland von der Welt abgeschnitten, aber niemand will wissen, was hinter den Mauern und Sicherheitsschleusen wirklich passiert. Zu den Überlebenden gibt es keinen Kontakt. Doch dann geschieht, womit niemand mehr gerechnet hat - ein neuer Fall einer Infektion, mitten im dicht besiedelten London. "The Reaper" ist wieder da.
Der Schlüssel, das Virus zu bekämpfen, aber liegt in Schottland in den Händen Dr. Kanes (M. Mc Dowell), der es geschafft hat, dass nicht alle, die sich infizierten, gestorben sind.

Eden Sinclair (R. Mitra) nimmt den waghalsigen Auftrag an, mit einem Elite-Team in der Sperrzone nach Dr. Kane zu suchen....

Bildergalerie zum Film

Elitekämpferin Eden Sinclair (Rhona Mitra).Sol (Craig Conway, Mitte) und seine Leute.Foto: Jay MaidmentAngriff der Überlebenden auf Eden Sinclairs...dmentEden Sinclair (Rhona Mitra) Foto: Jay MaidmentViper (Leanne Liebenberg). Foto: Jay Maidment


Filmkritik

Neil Marshall, der mit "Dog Soldiers" und "The Descent – Abgrund des Grauens" bisher nahezu ausnahmslos im Horrorgenre unterwegs war, brachte mit "Doomsday – Tag der Rache" 2008 eine wirre Mischung aus Science-Fiction, Zombie- und Mittelalterfilm auf die Leinwand. Diese kann zwar stellenweise unterhalten, versinkt jedoch unter dem faden Spiel der Hauptdarstellerin und einer langweiligen Handlung im eigenen Fahrwasser.

Wir schreiben das Jahr 2035. 27 Jahre nach dem Ausbruch des Reaper-Virus ist Schottland eine Quarantänezone, umgeben von einer hohen und schier undurchdringlichen Mauer. Niemand verlässt oder betritt unerlaubt den nördlichen Teil Großbritanniens. Plötzlich trifft der Virus nach Jahren der Abstinenz mitten in London ein. Die Regierung veranlasst sofort eine Spezialeinheit, sich in das evakuierte Schottland zu begeben, um dort nach Überlebenden und einem Gegenmittel zu suchen, das der Bevölkerung über all die Jahre verschwiegen wurden.

Doch mit dem Spezialtrupp werden nach einer atmosphärisch gelungenen Einleitung auch schon die ersten Probleme des Films deutlich. Hauptdarstellerin Rhona Mitra als visueller Sandra Bullock-Verschnitt wirkt, als trüge sie eine starre Gipsmaske, die nur selten aufzuweichen beginnt. Nahezu bezeichnend, dass sie in der Vergangenheit einen begonnenen Schauspielunterricht abbrach und zumeist in Nebenrollen diverser Serien zu sehen war. Aber auch die anderen Charaktere wissen bis auf einen krankhaft psychopatischen Irokesenkannibalen wenig in ihren Rollen zu überzeugen. Zusammen mit der abstrusen Handlung wirkt die Aneinanderreihung von Genre-Verschnitten durch das weitgehende Fehlen charismatischer Darsteller wie ein recht lieblos gestaltetes, schlechtes B-Movie.

Das Jüngste Gericht bastelt sich der Film durch diese Schwächen ohne größeren Probleme selbst, und es stellt sich heraus, dass der daraus resultierende Murks zwar in actionreichen Momenten durchaus auch mit Situationskomik zu unterhalten weiß, jedoch letztlich nichts anderes ist als eine gestellt coole und nervötend lahme Mischung aus Klischeebildern (nicht zu vergessen der Soldat, der sich den Befehlen seines Vorgesetzten widersetzt), die der eine, wie Regisseur Neil Marshall selbst, als Hommage an Produktionen der 80er ("Mad Max", "Indiana Jones", "Die Klapperschlange") ansehen mag, bei dem normalen Kinogänger jedoch nur ein flaues Gefühl hinterlassen.

Man bedient sich, wie bei Filmen dieser Art üblich, sozialdarwinistischer Schlagworte wie „struggle for life“, „survival of the fittest“ und „natural selection“ und übt damit minimalistisch Gesellschaftskritik, die unter einem lauten Kabooom und groß klaffenden Logiklücken allerdings viel zu schnell das Zeitliche segnet.

Am Ende vermag der Film seine "Mad Max"-Anleihen bewusst nicht mehr zu verstecken, mutiert mit dieser zwar lustigen, aber dennoch relativ schlechten Kopie zum absoluten Trashspektakel. Dieses endet schließlich noch bevor die Protagonistin ihren monotonen Gesichtsausdruck aufweichen kann. Fazit: Was die Macher uns mit diesem Werk sagen wollen? Sie haben als Kinder die gleichen Filme gesehen wie der Rest ihrer Generation. Nur die Liebe und der Respekt zu diesen Werken ging scheinbar mit der Zeit verloren...




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Land: Großbritannien
Jahr: 2008
Genre: Action, Science Fiction
Länge: 109 Minuten
FSK: 18
Kinostart: 12.06.2008
Regie: Neil Marshall
Darsteller: Jeremy Crutchley, David O'Hara, Jon Falkow
Verleih: Concorde

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