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Ich weiß, wer mich getötet hat
Ich weiß, wer mich getötet hat
© 2007 Sony Pictures Releasing GmbH

Kritik: Ich weiß, wer mich getötet hat (2007)


Wer weiß, was sie verblödet hat? Fast zehn Jahre nach "Ein Zwilling kommt selten allein" spielt Lindsay Lohan wieder eine Doppelrolle – vielleicht in der Hoffnung, ihren bisher größten Erfolg mit einer erwachseneren Version zu toppen. Doch Strip- und Sexszenen lenken leider nicht von einem stümperhaften Plot ab, der Ideen aus B-Horrorsteifen der letzten zehn Jahre zusammenschmeißt, gekittet mit aufdringlichem Pseudosymbolismus – kitschige blaue Blumen en masse – blutigen Amputationsszenen und schmierigen Stripeinlagen. Höchstens männliche Lohan-Fans unter zwanzig dürften dem albernen Spektakel nicht ganz abgeneigt sein – wenn überhaupt: Trotz zahlreicher Strip Club-Szenen ist Lohan nie nackt zu sehen. Als fertige Stripperin überzeugt sie jedoch eher, denn als künstlerisch ambitionierte Yale-Anwärterin Aubrey, Tochter aus gutem Hause. Die dann auch schnell verschwindet: Ein Serienkiller entführt sie und trennt ihr nach und nach einige Gliedmaßen ab. Bei vollem Bewusstsein, versteht sich. An dieser Stellte sei Empfindsamen ausdrücklich von dem Film abgeraten: Insgesamt muss man mindestens zehn Minuten die Augen abwenden – und der Rest des Films rechtfertigt das Eintrittsgeld auch nicht.
Doch zurück zur "Story": Einige Tage nach ihrem Verschwinden wird Aubrey bewusstlos am Straßenrand aufgefunden. Als sie im Krankenhaus wieder erwacht, scheint sie eine völlig andere Person zu sein. Dakota Moss, Tochter einer toten Crack-Hure, professionelle Stripperin. Und da sich Dakota ziemlich sicher ist, sie selbst zu sein, fragt sie sich natürlich, was aus der echten Aubrey geworden ist. Wer der Killer ist, steht übrigens zu dem Zeitpunkt schon außer Frage, da man ziemlich dreist drauf gestoßen wird. Dennoch bleibt einiges offen. Was hat Julia Ormond in diesem Film zu suchen? Muss Lohan ihr Schlampinchen-Image noch dringend untermauern? Warum kämmt sich Aubrey/Dakota nie die Haare? Sollen alberne Gimmicks wie Eulen, Mädchenpuppen oder eine haarlose Katze wirklich gruseln? Und, ab etwa der Mitte des Films: Wann ist endlich Schluss mit dem Blödsinn?





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