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Sea Monsters 3D - Urgiganten der Meere
Sea Monsters 3D - Urgiganten der Meere
© Fantasia Film

Kritik: Sea Monsters 3D - Urgiganten der Meere (2007)


Toll: ein Delfin-affines Reptil namens Dolichorynchops führt den sprachlosen Betrachter durch die Ozeane der Kreidezeit, wie ein Romancier den ergriffenen Leser durch sein Buch. Dort jagen phantastisch animierte und gigantische Räuber wie Cretoxyrhina, ein Vorläufer des Weißen Hais, oder der über 11 Meter lange Tylosaurus, der so etwas wie der gefürchtete Tyrannosaurus Rex der Ozeane war, die schwächeren Glieder der rauen Untiefen-Natur. Und Paläontologen sind heuer glücklich in der Lage, diese bizarren Kreaturen anhand weniger Knochen-Funde zu analysieren, zu rekonstruieren und zu visualisieren. CGI macht es brillierend möglich. Was für unsere Eltern Jules Verne war, mit seinen Pappmaché-Monstern in den Trips zum Mittelpunkt der Erde, sind nun futuristische Elektronik-Projektionen der längst vergessenen Welten. 

Nach dem wuchtigen „Dinosaurier 3D - Giganten Patagoniens“ geht National Geographic's auf Tauchstation im Urmeer und fördert eine surreale Unterwasserflora zu Tage, die einem das harte und gefährliche Leben der Saurier erneut dreidimensional vor die Augen haut.  Der perfekte Infotainment-Film revitalisiert die schrillen Meeresbewohner, deren Fossilien bei paläontologischen Ausgrabungen rund um den Globus ausgegraben wurden. Neben anderen urzeitlichen Beweisen dieser außergewöhnlichen Zeit identifizierten Wissenschaftler in Kansas auch ein Skelett des Dolichorhynchops, dem putzigen „Star“ des Films. 

Episoden, die aufzeigen, wie es vor 80 Millionen Jahren in den Weltmeeren ausgesehen haben könnte, beeindrucken und amüsieren zugleich, sind derart realistisch , höchst beeindruckend und dank eben dieser sehr ausgereiften CGI-Technik auch allzu realistisch bebildert. Profi Sean MacLeod Phillips, der bereits die 3D-Titel zu „Jaws 3D“ kreierte und sich als Kameramann von „Wild Safari 3D“ und ähnlichen Projekten für die Regie von „Sea Monsters“ bestens empfahl, beschränkt sich nur auf einige Lebewesen. Klar, dieser postmoderne „Naturfilm“, in dessen US-Original Liev Schreiber („Der Manchurian Kandidat“) als Kommentator auftritt, und kein Geringerer als Peter Gabriel an der Musik mitgewerkelt hat, wird nur in ausgewählten Lichtspielhäusern (Cinemagnum, Imax und andere digitale 3D-Kinos) in seiner überbordenden Pracht zu bestaunen sein.

Übrigens: Die ganze 3D-Geschichte kam so richtig ins Rollen anfangs der 50er Jahre, als das Fernsehen dem Kino immer mehr Zuschauer abspenstig machte. 3D-Filme konnte das Fernsehen in der schwarz/weiss-Zeit nicht zeigen. Man brauchte ja mindestens rot/grün. Aber dann kam das Farbfernsehen und somit die potentielle Möglichkeit, auch 3D-Filme zu zeigen Es gibt keine Möglichkeit, mit vertretbarem Aufwand zwei getrennte Bilder (die man ja braucht) gleichzeitig auf eine Leinwand zu bringen, ohne dass der Zuschauer eine Brille tragen muss…
                                                                                
 





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