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Thomas Harlan - Wandersplitter
Thomas Harlan - Wandersplitter
© RealFiction Filmverleih

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Thomas Harlan - Wandersplitter (2007)

Porträt des Autors und Filmemachers Thomas Harlan: In seinem Zimmer in einem Lungensanatorium erzählt der Sohn von Hitlers Lieblingsregisseur Veit Harlan ("Jud Süß") Geschichten – persönliche, politische und "ohne Ich"User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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In seinem Zimmer in einem Lungensanatorium in den Bergen des äußersten Süddeutschlands erzählt der 1929 geborene Sohn von Hitlers Lieblingsregisseur Veit Harlan Geschichten – persönliche, politische und „ohne Ich“.
Seit 2001 ist Weltenbürger Thomas Harlan in diesem einen Raum zu Hause, mit Blick auf den Obersalzberg. „Hitler hätte mich hier sehen können“, deutet er auf das Panorama und schlägt so den Bogen zur eigenen Geschichte: Als Kind zu Gast bei Hitler, bei Kriegsende konfrontiert mit dem zerstörten Deutschland, als Naziverfolger in polnischen Archiven aktiv, lebenslang der zwiespältigen Anziehungskraft des Namens Harlan ausgesetzt.
Auch wenn ihn mit dem Vater eine große Liebe verbindet – gegen den Propagandisten, der JUD SÜß in Szene setzte, führte Sohn Thomas einen jahrzehntelangen Kampf. Zündete er anfangs noch Kinos an, die Filme seines Vaters zeigten, fragt er sich bis heute, wie der Vater nach Kriegsende weiter als Filmemacher arbeiten konnte, ohne persönliche Konsequenzen zu ziehen: „Wenn du das weißt, dass du einen Hammer gemacht hast, mit dem man andere totgeschlagen hat, kannst du nicht mehr ein Hammermacher sein.“

Doch die Erfahrungen seiner Kindheit als „das Nein weg war“ und Freundschaften angesichts von Ideologien verraten wurden, schützten Thomas Harlan nicht davor, selbst blinde Flecke zu entwickeln: „Es gibt kaum eine größere Verdunklungsgefahr für die Wirklichkeit als die Zuneigung zu Urhebern von Wirklichkeiten“ reflektiert er heute u.a. über seine Zeit in der frühen Sowjetunion.
Bereits 1948 ins Exil nach Frankreich gegangen, begab sich Harlan auf eine jahrzehntelange Suche nach Alternativen im Politischen wie Menschlichen, die über verschiedene Kontinente, Berufe und Enttäuschungen führte: Nicht nur etliche Filme, Theaterstücke, Erzählungen und Romane sind Resultat dieser Spurensuche, sondern auch gut 2000 Anklagen gegen von Harlan enttarnte Kriegsverbrecher – und schließlich auch ein Verfahren gegen ihn selbst, dessen Arbeit oft mit allen Mitteln zu verhindern versucht wurde. Dabei entsprang die Verfolgung von Kriegsverbrechen nicht “irgendeinem Lebensziel oder irgendeiner Lust. (...) Meine Lebensvorstellung ist immer auf eine wundersame und für mich immer von mir gut empfangene Weise gestört worden“, erklärt er und resümiert „Mein Leben ist reich an Unfällen, die ich sehr selten provoziert, meistens aber akzeptiert habe“.

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2007
Genre: Dokumentation
Länge: 96 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 30.08.2007
Regie: Christoph Hübner
Darsteller: Thomas Harlan
Verleih: Real Fiction

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