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Hotel Sahara (2008)

Doku über ein Hotel, in dem sich Flüchtlinge aus Staaten südlich der Sahara auf ihrem Weg gen Europa treffenUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Eine kleine Stadt an der mauretanischen Küste ist das Casablanca des 21. Jahrhunderts. Hier, zwischen Wüste und Meer, im Hotel Sahara, begegnen sich zahllose Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Reisende aus allen Staaten südlich der Sahara erreichen diesen Schmelztiegel der Kulturen, der seit Jahrzehnten Menschenströme aufnimmt und sie über das Meer weiter in Richtung Spanien schickt. Doch was den meisten als hoffnungsvoller Ausgangspunkt für ein neues Leben gilt, erweist sich allzu oft als Endstation der Migrations-Träume. Denn bei dem Versuch, die horrenden Kosten für die lebensgefährliche Überfahrt in kleinen Pirogen aufzutreiben, bleiben unzählige Frauen und Männer in Nouadhibou stecken.
Lamiya träumt davon, ein berühmter Fußballheld zu werden. Seinen Fußball würde er über jeden Ozean mitnehmen. Chichis Vater hat sein Land verkauft, um der Tochter die Reise nach Europa zu ermöglichen. Kevin hat die Illusionen über das gelobte europäische Festland bereits aufgegeben, doch kann er auch nicht mit leeren Händen in seine Heimat zurückkehren.

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Hotel SaharaHotel SaharaHotel SaharaHotel Sahara

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2008
Genre: Dokumentation
Länge: 85 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 06.08.2009
Regie: Bettina Haasen
Verleih: Neue Visionen

ZusatzinformationAlles anzeigen

Nouadhibou ist mit 90.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Mauretaniens. Sie ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Hauptwirtschaftszweig ist neben der Fischerei die Eisenerzverarbeitung und [...mehr] -verladung.
Mauretanien war früher eine französische Kolonie und wurde 1964 unabhängig. Das Land zählt zu den ärmsten der Welt, deshalb ist in diesem Land Emigration ein großes Thema. Nouadhibou ist der neue Atlantikhafen für junge Afrikaner auf der Suche nach einem besseren Leben. Die Bootsfahrt von Nouadhibou zu den Kanarischen Inseln ist gefährlich und teuer. Trotzdem riskieren die Migranten bei stürmischem Wetter ihr Leben auf einer mehrtägigen Überfahrt. Viele ziehen in andere europäische Länder weiter, vor allem nach Frankreich und Belgien.
In der Stadt wütet die Bestechung: die Menschenschmuggler, Polizisten, die Arbeitgeber... alle profitieren von den Migranten. Die Durchfahrt ist für sie extrem teuer. Und wenn sie eine Summe angesammelt haben, besteht stets die Gefahr, dass die Menschenschmuggler einfach damit verschwinden. Oft sind höhere Summen notwendig, um Polizisten zu bestechen.
Die Migranten, denen die Flucht nicht gelingt, bleiben in Nouadhibou stecken, und haben keine andere Wahl als Arbeit in der Stadt zu finden. Nur wenige Migranten erreichen endlich die Küste. Für die, die kein Glück haben, endet der Traum in einem Albtraum: jede Woche fahren überfüllte Pirogen auf hohe See, von Mauretanien in Richtung Kanarische Inseln, und jede Woche spült das Meer weitere Leichen an die Küste Nouadhibous.
Mauretanien hat einen der größten Fischbestände Westafrikas. 2006 wurde ein für sechs Jahre gültiges Abkommen zwischen der Europäischen Union und Mauretanien abgeschlossen. Es ist das wichtigste Fischfang-Abkommen, das jemals besiegelt wurde. 86 Millionen Euro werden dafür bereitgestellt, dass 205.000 Tonnen Fisch pro Jahr gefangen und nach Europa gelangen. Eine 12 Meilen-Zone soll einheimische Fischer schützen. Doch gegenüber den industriellen Fangmethoden und einer hoch subventionierten Fischereiflotte sind die westafrikanischen Fischer nicht gewachsen und gefährden zunehmend ihre Existenz. Die stillgelegten Pirogen werden daraufhin immer häufiger an Schlepperbanden vermietet oder verkauft.

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