VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Gentlemen Broncos
Gentlemen Broncos
© 2010 Twentieth Century Fox

Kritik: Gentlemen Broncos (2009)


Der 30-jährige Regisseur und Autor Jared Hess konnte 2004 mit der Low Budget-Komödie "Napoleon Dynamite" und drei Jahre später mit dem Jack Black-Vehikel "Nacho Libre" bei Freunden des trashigen Humors punkten.
Seine dritte Komödie "Gentlemen Broncos", war zwar auf der Berlinale 2010 in der Kinder- und Jugendsektion Generations zu sehen, ist aber dennoch ebenfalls nicht besonders feingeistig geraten. So werden sich viele kritischere Geister unter den Berlinale-Gängern am trashigen Humor und/oder den klischeehaften, oberflächlichen und überaus entwicklungsresistenten Nebenfiguren Tabatha und Lonnie gestört haben. Wobei der Nervfaktor dieser flachen Figuren einzig dem Autor und Regisseur anzulasten ist, nicht aber den Darstellern: Halley Feiffer als Kitschromantik-Autorin Tabatha und Hector Jimenez als Nachwuchs-Trashfilmer Lonnie müssten für ihren ausdauernd dämlichen Gesichtsausdruck eigentlich sogar Fleißbienchen bekommen. Jermaine Clement in der Rolle des schleimiger Ideendiebs Dr. Ronald Chevalier macht seine Sache allerdings noch etwas besser - hat dabei aber auch den enormen Vorteil, dass er nicht ganz so oft auftaucht wie Feiffer und Jimenez, der Nervfaktor also entsprechend geringer ist. Jennifer Coolidge gibt gekonnt die liebenswerte, extrem naive und (scheinbar) weitgehend lebenunfähige Mutter Purvis und Hauptdarsteller Michael Angarano (als Benjamin Purvis) hat dazu noch das Glück, dass seine Figur weit weniger überzeichnet ist als die anderen.Insgesamt also geben die Darsteller ein eher positives Bild ab, während Script und Inszenierung ein Feinschliff vielleicht noch ganz gut getan hätte.
Recht gelungen ist hingegen die Kameraführung, und ein wirkliches Highlight sind schließlich all jene wirklich komischen und reichlich psychedelischen Szenen, in denen die Handlung von "Yeast Lords" aufgerollt wird.
Der eher positiven Gesamttendenz zum Trotz dürften sich etwas älteren Semester mit "Gentlemen Broncos" schwerer tun (und "ältere Semester" bedeutet in diesem Fall: alle, die die Pubertät bereits hinter sich gelassen haben). Getrost ans Herz legen kann man "Gentlemen Broncos" hingegen jüngeren Teens und dazu all jenen, die trotz nicht mehr ganz taufrischen ujahrs vergleichsweise großen Spaß an Klamauk haben und dabei auf glaubwürdig gezeichnete (Neben-)Figuren gut verzicheten können.

Fazit: Weitgehend gelungene Jugendkomödie, mit einigem Klamauk und teils arg nervigen Nebenfiguren, aber auch einigen wirklich gelungen Szenen. Eher für junge Teens und Freunde von Klamauk und Trash.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.