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Drei Stern Rot - Einmal Grenzer, immer Grenzer! - Plakat
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© Hoferichter & Jacobs GmbH

Drei Stern Rot - Einmal Grenzer, immer Grenzer! (2001)

Drei Stern Rot

Drama über einen EX-DDR-Grenzer, den seine NVA-Vergangenheit einholtUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.1 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 7 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Krankenhaus Halberstadt, psychiatrische Station: Frau Doktor Wehmann sitzt einem auf einer Trage gefesselten Mann gegenüber: Christian Blank, Kleindarsteller, bekleidet mit einem durchnässten, verdreckten Tarnanzug der DDR-Grenztruppen. Er wurde eingeliefert, weil er bei Dreharbeiten zu einem Spielfilm zwischen den Resten der innerdeutschen Grenze einen Schauspieler zusammenschlug. Dieser erinnerte ihn an den ominösen Major Nattenklinger aus DDR-Zeiten, seinerzeit Blanks Vorgesetzter bei den NVA-Grenztruppen. Dr. Wehmann fordert Blank auf, seine Lebensgeschichte zu erzählen: Die Geschichte eines Romantikers, geprägt von Jana, seiner großen Liebe aus Kindheitstagen. Für die er den Wehrdienst bei den DDR-Grenztruppen akzeptierte. Und die Geschichte eines Gedemütigten, die geprägt wurde durch Major Nattenklinger...

Bildergalerie zum Film

Bastian Trost als Unteroffizier Nuth in 'Drei Stern Rot'Dietmar Mössmer als Major Nattenklinger in 'Drei Stern Rot'Frühstück in der Kasern - 'Drei Stern Rot'In Sachen Dienstvergehen - 'Drei Stern Rot'Jana alias Meriam Abbas besucht die Grenzer in 'Drei...Rot'Petra Kleinert als Pamela Wehmann in 'Drei Stern Rot'


Filmkritik

Winter 2001: Christian Blank (Rainer Frank) dreht bei Dreharbeiten durch. Der ehemalige NVA-Grenzsoldat soll einen ebensolchen darstellen und kann es nicht. Die Psychiaterin Dr. Wehmann (Petra Kleinert) diagnostiziert "Borderline-Syndrom" – und kommt damit seiner persönlichen Wahrheit ungeahnt nahe.

Sieben Jahre nach dem Kinostart und pünktlich zum 20. Wendejubiläum findet "Drei Stern Rot" wieder in ausgewählte Kinos, ein lakonisch-sperriger Rückblick auf die DDR, der seinerzeit viel zu wenig beachtet wurde.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der eigentlich nur mit seiner großen Liebe Jana, die ihm schon als Kind begegnete, zusammen sein will. Doch das Schicksal scheint etwas gegen ihn zu haben. Oder vielmehr das System, in Gestalt des kurz geratenen, herrisch-bedrohlichen Major Nattenklingers (Dietmar Mössmer): Sein früherer Geburtshelfer und Lehrer verfolgt Blank tatsächlich schon sein ganzes Leben lang in unterschiedlichen Autoritätspositionen, wie ein bösartiger Geist. Blanks hoffnungsvoller Anfang als Undergroundliterat in der "Jungen Gemeinde", dem er eigentlich ein Journalistikstudium und dann die Ausreise folgen lassen will, wird abrupt mit seiner Abberufung an die Grenze beendet – wo Nattenklinger bereits als befehlshabender Offizier auf ihn wartet. Im Niemandsland am Zaun verwischen sich für Blank dann entgültig die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit…

Klingt deprimierend, ist tatsächlich eher skurril und tragikomisch, und das ganz ohne Albernheiten à la "Sonnenallee", "Helden wie wir" oder gar "NVA". Nur der Kammerspielcharakter der Erzählszenen und das teils gestelzte Spiel von Meriam Abbas als erwachsener Jana stören. Abgesehen davon leuchten auch die kleinsten Rollen, allen voran in Gestalt von Bastian Trost als Putzmittelschnüffler "Nuth" und Victor Schefé als "Hauptmann Dreifalt".
Fazit: Verwirrende, faszinierende und trocken-humorige Darstellung der NVA-Grenzsoldaten. Eine kluge Ergänzung der kuscheligeren Ostalgiehits.




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Land: Deutschland
Jahr: 2001
Genre: Drama
Länge: 88 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 05.11.2009
Regie: Olaf Kaiser
Darsteller: Myriam Abbas als Jana Siebenschuh, Henning Baum als Soldat Bösner, Jonathan Dümcke
Verleih: Hoferichter & Jacobs GmbH

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