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Paul - Ein Alien auf der Flucht
Paul - Ein Alien auf der Flucht
© Universal Pictures Germany

Kritik: Paul - Ein Alien auf der Flucht (2010)


Nervig statt nerdig: "Paul" funktioniert nicht. Zumindest nicht auf deutsch und zumindest nicht für Menschen über elf. Denn Pegg & Frost, das Team von "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz", verlässt sich hier ein wenig zu sehr auf seine digitale Hauptfigur - ein knuffige Mischung aus E.T. und Gollum - und seine schlaue Prämisse (treffen zwei Nerds einen echten Außerirdischen...). Selbst Sigourney Weaver, Kristen Wiig und Bela B., der in der deutschen Version für "Paul" spricht, machen den Film nicht unbedingt sehenswerter, denn: Die Handlung ist vorhersehbar - wenn nicht sogar altbacken und gelegentlich kitschig - die Dialoge nur so-so, die Running Gags (wie gesagt, auf deutsch) albern, die Hauptfigur auch nur bedingt sympathisch, und dass die bloße Anhäufung von Filmzitaten nicht unbedingt der Lustigkeit letzter Brüller ist, sollte man spätestens seit "Superhero Movie" und ähnlichem Murks wissen.
Dabei fängt es vielversprechend an: Zwei britische SciFi-Nerds pilgern zur ComicCon in San Diego und klappern danach im Wohnmobil sämtliche "UFO Sights" ab. Dabei begegnen sie Paul - einem echten Außerirdischen, der seit 1947 in den USA gestrandet ist und vor der Regierung flüchtet - und Ruth (Wiig), einer fundamentalistischen Christin (die Evolution abstreitende Sorte), welche sich ihnen zunächst unfreiwillig anschließt. Paul bringt ihr Weltbild nicht nur durch seine Existenz, sondern auch mit seinem vulgären Mundwerk ins Wanken, was bei ihr einen – arg aufgesetzten – Hang zu mehr oder weniger kreativen Flüchen auslöst. Gefühlte hundert Schwulen- und Genitalzoten später ist man dann beim „E.T.“-Abschluss.
Pegg und Frost scheint ohne Edgar Wright (dem Regisseur von „Shaun“ und „Fuzz“) ein wenig die Luft ausgegangen zu sein. Fans der beiden Komödien dürfte diese Kalauersammlung enttäuschen – es fehlt nicht nur der mürbe Humor der britischen Komödien, sondern auch ein einigermaßen spannender Plot. "Paul" ist in seinen besten Momenten gerade mal leidlich amüsant und wohl eher für Fanboys, als echte Nerds gedacht.




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