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Einfach zu haben
Einfach zu haben
© 2010 Sony Pictures Releasing GmbH

Kritik: Einfach zu haben (2010)


Emma Stone in einer locker leichten Highschool-Komödie, die es nach vielen anderen Filmen dieser Art endlich schafft, ein unterhaltsames Niveau über der Gürtellinie zu halten.

Von der eigenen Freundin gelangweilt, sucht Olive Pendergast nach einer Ausrede um das bevorstehende Wochenende nicht mit ihr verbringen zu müssen. Als Notlösung erfindet sie einen Typen, mit dem sie ein Date haben wird. Als sie drei Tage später wieder in die Schule zurückkehrt, erzählt sie auf das Drängen der neugierigen Freundin, sie habe mit ihm Sex gehabt. Erst zu spät merkt sie, in was sie sich damit eigentlich reingeritten hat.

Mit der sexuell frustrierten Jungfrau bietet die Storyline überraschenderweise ein gehobenes Potenzial, dass die Macher zu voller Zufriedenheit ausschöpfen. Nach einer soliden Einleitung gerät Olive immer mehr in einen Teufelskreis der vorgetäuschten Liebe. So wird sie unter den "Losern" der Highschool bekannt dafür, sich gegen Geld auf verbaler Ebene zu prostituieren und zu behaupten, sie hätte es mit der entsprechenden Person getan, obwohl dies natürlich eine reine Lüge ist. Dadurch kocht ab einem gewissen Moment natürlich die Gerüchteküche, und das gefürchtete "Schlampen"-Image klebt ab einem gewissen Punkt an ihr, welches sie in einer Szene auch provokant ausreizt.

Regisseur Will Glucks zweite Regiearbeit präsentiert sich damit insgesamt als eine gelungene Mischung aus Teenie-Komödie und Selbstfindungsdrama, die über die gesamte Laufzeit hinweg wunderbar unterhalten kann. Trotz der Sexualthematik fällt der Film zu keiner Zeit wirklich unter eine gefährliche Geschmacksgrenze ab, respektiert andere Sexualitäten und beginnt zu keiner Zeit Witze auf Kosten anderer zu machen, mit Ausnahme derer, die andere eben nicht respektieren.

Fazit: "Einfach zu haben" oder im Englischen "Easy A" bietet leichte Unterhaltung, die oft auch durch Wortwitz überzeugen kann und mit Emma Stone, die alle anderen in den Schatten spielt, perfekt besetzt ist. Der klasse Soundtrack mit Titeln wie "Trouble Is a Friend" und "Sexy Silk" unterstützt wunderbar die Verzweiflung und anderen Emotionen der Hauptdarstellerin.





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