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Die Relativitätstheorie der Liebe
Die Relativitätstheorie der Liebe
© Paramount Pictures Germany

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Die Relativitätstheorie der Liebe (2009)

Tauben auf dem Dach

Deutsche Romantik-Komödie, in der Katja Rieman und Olli Dittrich in ineinander verwobenen Geschichten fünf Großstadtpaare spielen, deren Leben von der Liebe bestimmt wird...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 13 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Alles ist relativ – das gilt auch für die Liebe. Ob der Funke überspringt oder nicht, entscheidet nicht zuletzt die wiederholte Einheit von Zeit und Raum, oder kurz gesagt: Verlieben kann man sich nur in Menschen, die im gleichen Augenblick am gleichen Ort sind. Aber bestimmt das der Zufall? Oder doch eher das Schicksal?
Wie hoch stehen die Chancen, dass die strenge Peggy ihre Beamtenpflicht vernachlässigt? Praktisch gleich null. Bis ihr ein sympathischer libanesischer Gastwirt ein Angebot macht, das sie ablehnen muss … aber nicht kann.
Wird die coole, aber notorisch einsame und von einem unstillbaren Kinderwunsch getriebene Alexa durch Vernunft und Weitsicht einen Partner oder wenigstens einen Samenspender finden? Im Prinzip ja. Aber in diesem Fall wäre sie besser kurzsichtig. Denn das Gute liegt wirklich nah.
Besteht die Möglichkeit, dass Fahrlehrer Paul seine Frau nach 35 Ehejahren bei einem Seitensprung überrascht? Durchaus. Wenn er nicht ihren schwulen Tanzlehrer in Verdacht hätte.
Kann Agenturchef Frieder mit einer Werbekampagne seine Ehe retten? Eher nicht. Denn seine Frau ist Esoterikerin und schwebt längst über allen Zielgruppen.

Bildergalerie zum Film

Olli Dittrich, Michael Schmid-Ospach, Katja Riemann(v.l.n.r.) Olli Dittrich, Nina Maag, Michael...fmannDie Relativitätstheorie der Liebe - Gabriela...t ...Die Relativitätstheorie der Liebe - Gabriela...iczkiDie Relativitätstheorie der Liebe - Alexa Mattowiczki...iczkiDie Relativitätstheorie der Liebe - Paul Mattowiczki...pläne


Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2009
Genre: Komödie, Romantik
Länge: 96 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 26.05.2011
Regie: Otto Alexander Jahrreiss
Darsteller: Katja Riemann, Olli Dittrich
Verleih: Paramount Pictures Germany

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Die Charaktere des Films

Katja Riemann: Peggy Gablenz (44) – Hygienekontrolleurin
Im Auftrag der Gesundheitsbehörde schnüffelt Peggy in Restaurantküchen herum, denn laut [...mehr] Gesetz sind deutsche Gaststätten nicht nur sauber, sondern auch rein. Youssef al Bustani, den Besitzer einer libanesischen Imbissbude, fordert sie ultimativ auf, umgehend rutschfeste Fliesen und eine Spritzschutzvorrichtung zu installieren. Ansonsten würde er in Kürze nur noch für sich selbst kochen... Doch nach einem privaten Gespräch entspannt sich das Verhältnis der beiden zusehends. Und als Peggy bald darauf miterlebt, wie Youssef auf der Bowlingbahn abräumt, bekommt ihre äußerlich harte Beamtenschale erste Risse. Darstellerin Katja Riemann verdeutlicht Peggys Lebenssituation: „Sie ist einsam, selbstmordgefährdet, spricht aber nicht darüber. Entsprechend groß ist das Gefälle, als sie Glücksmomente mit Youssef erlebt. Und weil das so überdeutlich wird, haben alle Peggy lieb!“

Eva von Rade (40) – Esoterikerin
Die überzeugte Esoterikerin Eva von Rade ahnt, dass ihr Mann Frieder ein Verhältnis mit ihrer Zwillingsschwester Maria hat. Doch statt sich ernsthaft mit diesem Problem auseinanderzusetzen, flüchtet Eva weiter in spirituelle Sphären, lässt alles Weltliche hinter sich zurück und versucht, mithilfe ihres Yogis die Schwerkraft zu überwinden. Über die Liebe sagt sie: „Also Liebe, ich weiß nicht, Liebe ist unvergänglich also nicht irdisch, weil, na ja, wenn sie irdisch wäre, dann wäre sie ja vergänglich und wahre Liebe ist nicht vergänglich.“

Gabriela Mattowiczki (57) – Hausfrau
Gabriela ist ein immer noch knackiges venezolanisches Energiebündel: Sie flirtet gern und reizt Ehemann Paul mit ihrer provokanten Art bis zur Weißglut. „Gabriela ist klein, aber stolz – deswegen geht sie kerzengerade. Brüste und Po werden besonders betont, und sie trägt diesen Körper mit Stolz, weil sie begreift, dass Männer ihn den üblichen Knochengestellen vorziehen“, erläutert Katja Riemann. Gabriela hat zur Liebe eine ganz klare Einstellung: „Liebe?, die schönste Sache auf der ganzen Welt, Amore!, ich liebe das Leben, jeden Tag, ich liebe meinen Mann, ich liebe meine Tochter, ich liebe den Sommer, die Gerüche, ich liebe Venezuela, ich liebe sogar ein bisschen Deutschland, ja, eigentlich liebe ich die ganze Welt und…ich liebe Männer mit einem festen Popo.“

Maria Schwarzwälder (40) – Galeristin
Maria ist eine erfolgreiche Galeristin, modebewusst und stets auf ihr Aussehen bedacht – also das genaue Gegenteil von Zwillingsschwester Eva. Die Affäre mit ihrem Schwager Frieder läuft bereits seit 15 Jahren und ist schon lange kein Geheimnis mehr. Ihr knapper Kommentar zum Thema Liebe: „Ach, was soll ich sagen? Wo die Liebe eben hinfällt, weiß man‘s?, manchmal fällt sie auf ein frisch gemachtes Bett und manchmal eben in eine…Pfütze?!“

Alexa Mattowiczki (35) – Schauspielerin
Die coole, aber notorisch einsame und von einem unstillbaren Kinderwunsch getriebene Alexa ist die Tochter von Gabriela und Paul. Beruflich spielt sie die Heldin einer erfolgreichen TV-Serie, ist aber bereits jenseits der 30 – und Single. Es passt ihr gar nicht, ständig Gabrielas Verkupplungsversuche abzuwehren. Aber tief in ihrem unsicheren Herzen wünscht sie sich ein Kind genauso sehnsüchtig wie Gabriela einen Enkel. Zumal sie im Fernsehstudio jeden Tag eine dicken Bauch umschnallen muss: Als Serienheldin ist sie hochschwanger. Ihre Bar-Bekanntschaften qualifizieren sich allerdings nie, und auch ihre Partnersuche per Internet produziert nur Nieten. Ob es mit dem draufgängerischen Stevie Lehmann anders läuft?

Olli Dittrich: Frieder von Rade (46) – Werbeagenturchef
Frieder liegt mit seiner Frau Eva schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf einer Wellenlänge. Doch er hat „Ersatz“ gefunden: Im Gegensatz zu Eva ist ihre Zwillingsschwester Maria mit beiden Beinen auf der Erde geblieben und begegnet Frieder deshalb auf Augenhöhe. Ihm könnte die Familie also egal sein – wäre da nicht sein halbwüchsiger Sohn Hanno. Frieder leidet darunter, dass er die Funkstille zwischen Vater und Sohn nicht überbrücken kann. Der jugendlich-idealistische Hanno attackiert Frieder mit Vorwürfen, die beim Vater auf eine wunde Stelle treffen: Beide sind sich im Grunde einig, dass Frieder sein Talent trotz sehr gut zahlender Kunden unter Wert verkauft. Denn als Gegenwert liefert er in seinen Bratwurst-Kampagnen nur Banalitäten. „Insgesamt treffen wir ihn in einer Lebenssituation, die einen Wendepunkt markiert. Sehr spannend.“, so Olli Dittrich über Frieder.

Paul Mattowiczki (61) – Fahrlehrer
Auch die Liebe zwischen Fahrlehrer Paul und seiner Frau Gabriela ist nach 35 Ehejahren nicht mehr das, was sie früher einmal war. „Der Fahrlehrer Paul war sicher in jungen Jahren mal ein richtig feuriger Draufgänger, denke ich“, erklärt Olli Dittrich. „Aber in seiner Ehe lebt er das nicht mehr aus. Seine Frau ist eine Granate, die ihm ordentlich Zunder gibt. Dadurch haben sie sich einst gefunden, aber deswegen geht er ihr heute aus dem Weg. Ihre Liebe ist sicher sehr groß, aber verschüttet und in die Jahre gekommen. Gegenseitige Vorwürfe wechseln sich ab.“ Und zu allem Überfluss führt Gabriela auch noch regelmäßig geheimnisvolle Telefonate, die Pauls Misstrauen wecken. Sein Verdacht: Gabriela betrügt ihn mit einem Anderen – ihrem Tanzlehrer.

Stevie Lehmann (33) – Lebenskünstler
Der vielseitig talentierte Stevie schlägt sich mit Teilzeitjobs durchs Leben. – wahlweise als Musiker, Werbesprecher, Samenspender oder irgendetwas anderes. Er geht die Dinge auf seine ganz eigene Weise an und lässt sich dabei selten aus der Ruhe bringen. Sein Liebes-Motto: „Liebe?, ist doch klar, Love, Drugs and Rock`n`Roll, aber, um ehrlich zu sein, Liebe ist Glück, man muss Glück haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, alles andere ist Zeitverschwendung!“

Youssef al Bustani (39) – Imbissbudenbesitzer
Seine Imbissbude „Beirut“ war für den sympathischen Libanesen Youssef nur der Anfang – bald schon will er ein richtiges Restaurant eröffnen. In der Zwischenzeit macht ihm jedoch Peggy Gablenz mit ihren überpeniblen Hygienekontrollen das Leben schwer und droht sogar mit einer Schließung der Imbissbude. So startet Youssef mit einem Blumenstrauß bewaffnet den Versuch, mit Peggy nach Feierabend ins Gespräch zu kommen und die Unstimmigkeiten in aller Ruhe zu klären, woraufhin sich eine ungeahnte Wendung anbahnt. Olli Dittrich charakterisiert Youssef folgendermaßen: „Ein ebenso rührender Herr mit feinen Manieren, ehernen Absichten und einer gehörigen Portion Naivität. Aber, wie er selbst sagt: „Ich bin eine ehrliche Mann“.“

Yogi Swami Helmut (70) – Yoga-Meister
Yogi Swami Helmut ist der spirituelle Führer von Frieders Frau Eva und hat im Film eher kurze Auftritte. „Dennoch half mir die Tatsache, dass ich seit 26 Jahren meditiere, sehr“, resümiert Dittrich. „Ich habe in der Vorbereitung sogar mit meinem Meditationslehrer von damals gesprochen, um mir das richtige Singsang der Mantren vorzubereiten und – trotz aller Skurrilität – nicht unglaubwürdig zu sein.“

Liebe ist...

Liebe starke Zuneigung, starkes Gefühl des Hingezogen seins, opferbereite Gefühlsbindung (Menschenliebe, Mutterliebe, Nächstenliebe, Tierliebe, Vaterlandsliebe); starke geschlechtsgebundene, opferbereite Gefühlsbeziehung; Gegensatz: Hass; heftiger Drang, heftiges Verlangen, Streben nach etwas (Freiheitsliebe, Gerechtigkeitsliebe, Wahrheitsliebe)
– Wahrig, Deutsches Wörterbuch

In der westlichen Philosophie wird die Liebe im Sinne Platons definiert – er unterscheidet drei Arten: Unter „Éros“ versteht Platon die sexuelle Liebe, die Sinnlichkeit, Leidenschaft und auch der Wunsch, geliebt zu werden. Mit „Agápe“ beschreibt Platon den Altruismus, die selbstlose Liebe, die darauf ausgerichtet ist, das Wohlergehen des anderen zu fördern. Im weiteren Sinne kann man Mitleidsgefühle und die Liebe zur Natur darunter verstehen. Agápe entspricht der biblischen Nächsten- und Feindesliebe, umfasst also auch die Hilfsbereitschaft, das karitative Engagement. „Philía“ ist der Begriff für die Liebe zu einem Freund – sie ist durch das gegenseitige Verstehen und Anerkennung geprägt.

Der Begriff „Platonische Liebe“ bezieht sich darauf, dass Platon die Liebe auch in eine Hierarchie von Stufen einteilte: „Éros“ bildet die erste und unterste Stufe. Durch den Éros kann der Mensch eine gute Lebenseinstellung erwerben, die die zweite Stufe darstellt. Stufe drei ist die Wissenschaftsliebe. Die vierte und höchste Stufe ist die eigentliche platonische Liebe, die er als Streben nach idealer, göttlicher Wahrheit und Schönheit bezeichnet. Es gelingt laut Platon aber nur wenigen Menschen, diese Stufe der Liebe zu erreichen. Diejenigen, die es schaffen, nennt er Philosophen. Die Philosophie (= Liebe zur Weisheit) ist für ihn also eine Form der Liebe. Die heute gebräuchliche Definition von platonischer Liebe meint eher allgemein eine Liebe ohne Erotik, also den seelischen Einklang von Freunden, sie entspricht daher vor allem Platons Philía.

Schon die Bibel geht davon aus, dass der Mensch eine Selbstliebe entwickelt („Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“). Diese ist somit Voraussetzung dafür, andere zu lieben. Die Selbstverleugnung als Teil eines übertriebenen Altruismus kann ebenso kontraproduktiv sein wie die extreme Selbstliebe (Narzissmus). Liebe im landläufigen Sinne ist die Partnerliebe, die in vielen Gesellschaften durch die Ehe sanktioniert wird, wobei die offizielle Lebensgemeinschaft mit jeweils nur einem Partner (Monogamie) vorherrscht. Die Liebe für Verwandte ist eine Form der Agápe: Kindesliebe und Elternliebe dienen dem Wohl der Familie und dem Schutz der Individuen in der Gemeinschaft. Doch die Menschen lieben nicht nur ihre Mitmenschen, sondern auch Tiere, Objekte und abstrakte Begriffe. In diesem Bereich sind die Hobbys angesiedelt, aber auch Ideale wie das „Vaterland“ und die „Freiheit“. Eine intensive Spielart dieser Liebe ist die Bewunderung der Fans für ihre Idole, wobei sich der Begriff Fan von Fanatismus ableitet. Fanatiker steigern ihre Liebe zu Vorbildern oder Ideen bis ins Extrem. Schließlich definiert die Gottesliebe die religiöse Verehrung eines höheren Wesens, interessanterweise aber auch umgekehrt die Liebe Gottes für die von ihm erschaffenen Wesen, die in vielen (aber nicht allen) Religionen vorausgesetzt wird.

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