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Jackie - Wer braucht schon eine Mutter -
Jackie - Wer braucht schon eine Mutter -
© Schwarz-Weiss Filmverleih

Jackie - Wer braucht schon eine Mutter (2012)

Jackie

US-Roadmovie: Die beiden holländischen Schwestern Sofie und Daan wurden einst von einer Leihmutter für ihre schwulen Eltern ausgetragen und haben die "Eizellen-Lieferantin" nie gesehen. Das ändert sich, als sie ans Krankenbett ihrer Mutter in einem US-Krankenhaus gerufen werden...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Sofie (Carice van Houten) und Daan (Jelka van Houten) sind zwei eher ungewöhnliche Zwillingsschwestern. Sie sind bei einem schwulen Paar aufgewachsen und sie entstammen keiner natürlichen sondern einer künstlichen Befruchtung. Ihre leibliche Mutter haben die Beiden bis jetzt noch nicht einmal getroffen. Eines Tages erreicht sie ein Anruf aus Übersee mit der Botschaft, dass die Mutter nach einem Unfall im Krankenhaus liegt. Sofort entschließt sich Daan, zu einer Reise in die USA aufzubrechen. Eher zögerlich begleitet Sofie Daan, die Jackie verächtlich nur "die Gebärmutter" nennt. Unterdessen ist die leibliche Mutter (Holly Hunter) gar nicht über den Besuch der Töchter, den - wie sie es nennt - "biologischen Ballast", erfreut. Die drei völlig unterschiedlichen Frauen begeben sich dennoch auf eine Wohnmobil-Tour durch New Mexiko und stellen nach einer Weile erstaunt fest, dass sie mehr miteinander gemein haben, als zuvor angenommen.

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Filmkritik

"Jackie - wer braucht schon eine Mutter?" ist ein leichtgewichtiges, charmantes Roadmovie-Drama der niederländischen Filmemacherin Antoinette Beumer, deren Film auch als Hommage an Ridley Scotts Roadmovie-Klassiker "Thelma und Louise" durchgehen könnte. Zudem wird "Jackie" bevölkert von sympathischen und aufrichtigen Charakteren, verkörpert von einem entwaffnend stark aufspielenden Aktricen-Trio. Nach dem offiziellen Kinostart des Films im Frühjahr 2012 in den Niederlanden, feierte das Werk einige Monate später im Herbst desselben Jahres auf dem Toronto International Film Festival ein zweites Mal Premiere. Und wurde prompt mit Preisen überhäuft.

Es gibt Momente in "Jackie", in denen der Film durchaus Gefahr läuft, das ein oder andere mal an kalkulierten Mustern und altbekannten, Roadmovie-typischen Story-Wendungen zu scheitern. So mag es einigen Zuschauern bekannt vorkommen, wenn sich die beiden Schwestern der seelisch arg gebeutelten, nicht gerade redseligen Mutter immer weiter annähern und zu dieser im weiteren Verlauf der Reise durch den Staat New Mexico - in hübschen CinemaScope-Bildern von Kameramann Danny Elsen eingefangen - immer tiefer durchdringen. Jedoch gelingt es Regisseurin Beumer immer wieder an den richtigen Stellen, die Erwartungshaltungen des Zuschauers zu enttäuschen und mit gängigen narrativen Erzählstrukturen zu brechen.

Ein großes Lob gebührt darüber hinaus dem Hauptdarsteller-Trio. Vor allem die wie immer beherzt aufspielende Holly Hunter besticht als ein wenig griesgrämiger, in die Jahre gekommener Alt-Hippie. Bereits 1994 wurde Hunter für ihre Rolle in "Das Piano" mit dem Oscar ausgezeichnet. Damals wie auch in "Jackie" hatte ihre Rolle kaum Text, und so schafft es die Schauspielerin erneut, allein durch ihre einnehmende Präsenz auf der großen Leinwand zu überzeugen. Carice und Jelka van Houten sind auch im wahren Leben Geschwister und somit trägt dieses reale Verwandtschaftsverhältnis der Beiden zusätzlich zu einer glaubwürdigen Chemie der im Film dargestellten Figuren bei.

Fazit: Warmherziges, mit spannenden Charakteren ausgestattetes Roadmovie mit hübschen Bildern vom US-Bundesstaat New Mexico und einem starken Aktricen-Trio.




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Land: USA
Jahr: 2012
Genre: Drama, Komödie, Roadmovie
Länge: 98 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 18.07.2013
Regie: Antoinette Beumer
Darsteller: Valerie Adams, Holly Hunter, Jacob Browne
Verleih: Schwarz-Weiss Filmverleih

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