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Jackie - Wer braucht schon eine Mutter -
Jackie - Wer braucht schon eine Mutter -
© Schwarz-Weiss Filmverleih

Kritik: Jackie - Wer braucht schon eine Mutter (2012)


"Jackie - wer braucht schon eine Mutter?" ist ein leichtgewichtiges, charmantes Roadmovie-Drama der niederländischen Filmemacherin Antoinette Beumer, deren Film auch als Hommage an Ridley Scotts Roadmovie-Klassiker "Thelma und Louise" durchgehen könnte. Zudem wird "Jackie" bevölkert von sympathischen und aufrichtigen Charakteren, verkörpert von einem entwaffnend stark aufspielenden Aktricen-Trio. Nach dem offiziellen Kinostart des Films im Frühjahr 2012 in den Niederlanden, feierte das Werk einige Monate später im Herbst desselben Jahres auf dem Toronto International Film Festival ein zweites Mal Premiere. Und wurde prompt mit Preisen überhäuft.

Es gibt Momente in "Jackie", in denen der Film durchaus Gefahr läuft, das ein oder andere mal an kalkulierten Mustern und altbekannten, Roadmovie-typischen Story-Wendungen zu scheitern. So mag es einigen Zuschauern bekannt vorkommen, wenn sich die beiden Schwestern der seelisch arg gebeutelten, nicht gerade redseligen Mutter immer weiter annähern und zu dieser im weiteren Verlauf der Reise durch den Staat New Mexico - in hübschen CinemaScope-Bildern von Kameramann Danny Elsen eingefangen - immer tiefer durchdringen. Jedoch gelingt es Regisseurin Beumer immer wieder an den richtigen Stellen, die Erwartungshaltungen des Zuschauers zu enttäuschen und mit gängigen narrativen Erzählstrukturen zu brechen.

Ein großes Lob gebührt darüber hinaus dem Hauptdarsteller-Trio. Vor allem die wie immer beherzt aufspielende Holly Hunter besticht als ein wenig griesgrämiger, in die Jahre gekommener Alt-Hippie. Bereits 1994 wurde Hunter für ihre Rolle in "Das Piano" mit dem Oscar ausgezeichnet. Damals wie auch in "Jackie" hatte ihre Rolle kaum Text, und so schafft es die Schauspielerin erneut, allein durch ihre einnehmende Präsenz auf der großen Leinwand zu überzeugen. Carice und Jelka van Houten sind auch im wahren Leben Geschwister und somit trägt dieses reale Verwandtschaftsverhältnis der Beiden zusätzlich zu einer glaubwürdigen Chemie der im Film dargestellten Figuren bei.

Fazit: Warmherziges, mit spannenden Charakteren ausgestattetes Roadmovie mit hübschen Bildern vom US-Bundesstaat New Mexico und einem starken Aktricen-Trio.




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