
Mein Name ist Nobody (1973)
Il mio nome è Nessuno
Western-Komödie: Ein legendärer Revolverheld will in den Ruhestand – doch ein junger Bewunderer zwingt ihn zum letzten großen Auftritt.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Der alternde Revolverheld Jack Beauregard (Henry Fonda) hat genug vom Wilden Westen und plant, nach Europa zu gehen. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los: Alte Feinde lauern überall, und als er erfährt, dass sein Bruder ermordet wurde, gerät er erneut ins Visier gefährlicher Gegner. Der skrupellose Geschäftsmann Sullivan (Jean Martin) setzt gleich mehrere Killer auf Beauregard an.
Zur gleichen Zeit taucht ein junger Revolverheld auf, der sich "Nobody“ nennt (Terence Hill). Er verehrt Beauregard geradezu und verfolgt ihn auf Schritt und Tritt. Obwohl er sogar den Auftrag annimmt, ihn zu töten, verfolgt Nobody in Wahrheit ein anderes Ziel: Er will sein Idol dazu bringen, sich ein letztes Mal mit der legendären "Wilden Horde“ anzulegen – einer riesigen Bande von Outlaws. Was als Ruhestand geplant war, wird so zum spektakulären Abschied.
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Filmkritik
"Mein Name ist Nobody": Abschied mit Augenzwinkern
"Mein Name ist Nobody“ (1973) verbindet auf ungewöhnliche Weise den klassischen US-Western mit dem Italowestern und der Prügelkomödie der 1970er. Offiziell inszeniert von Tonino Valerii, geht die Idee maßgeblich auf Sergio Leone zurück, der als Produzent und kreativer Kopf starken Einfluss auf das Projekt ausübte. Bis heute wird diskutiert, wie groß sein tatsächlicher Anteil an der Regie war.
Der Film markiert eine Zeitenwende: Der klassische Revolverheld, verkörpert durch Henry Fondas Beauregard, ist müde geworden. Seine Welt verschwindet – Eisenbahn, Kapital und Moderne verdrängen die alte Frontier. Gleichzeitig steht mit Nobody eine neue Generation bereit, die weniger an Moral als an Inszenierung interessiert ist. Der Western wird hier selbst zum Thema: nicht mehr als ernstes Drama, sondern als Spiel mit Zitaten, Mythen und Erwartungen.
Zwischen Melancholie und Slapstick
Dabei fällt vor allem der Kontrast zwischen den Hauptfiguren auf. Fonda spielt zurückhaltend, fast erschöpft – jede Geste wirkt wie ein Abschied. Terence Hill dagegen bringt seine bekannte, überdrehte Leichtigkeit ein: schnell, witzig, körperbetont. Diese Mischung wirkt bewusst widersprüchlich. Denn zum einen zeigt sich so der Wandel des Genres, aber sie ist auch ein Bruch, der die emotionale Wirkung des Filmes schwächt.
Dabei reflektiert der Film sich selbst und das Western-Genre ständig. Duelle werden überhöht und gleichzeitig parodiert, ikonische Motive zitiert und gebrochen. Nobody agiert dabei fast wie ein Regisseur innerhalb der Handlung: Er organisiert Beauregards letzten "großen Auftritt“ – als wäre dessen Abschied eine bewusst inszenierte Legende.
Die Musik von Ennio Morricone verstärkt diese Metaebene zusätzlich. Sie wechselt zwischen Pathos, Ironie und Selbstzitat und kommentiert das Geschehen beinahe eigenständig. Visuell verbindet der Film klassische Landschaftsaufnahmen, die man aus alten amerikanischen Western kennt, mit den typischen Stilmitteln des Italowesterns: extreme Nahaufnahmen, gedehnte Zeit und ikonische Bildkompositionen.
Fazit: Ein ungewöhnlicher Western zwischen Parodie und Abschied: "Mein Name ist Nobody“ ist zugleich Hommage, Dekonstruktion und Neuanfang – getragen von einem starken Duo, das den Wandel eines ganzen Genres verkörpert.
"Mein Name ist Nobody“ (1973) verbindet auf ungewöhnliche Weise den klassischen US-Western mit dem Italowestern und der Prügelkomödie der 1970er. Offiziell inszeniert von Tonino Valerii, geht die Idee maßgeblich auf Sergio Leone zurück, der als Produzent und kreativer Kopf starken Einfluss auf das Projekt ausübte. Bis heute wird diskutiert, wie groß sein tatsächlicher Anteil an der Regie war.
Der Film markiert eine Zeitenwende: Der klassische Revolverheld, verkörpert durch Henry Fondas Beauregard, ist müde geworden. Seine Welt verschwindet – Eisenbahn, Kapital und Moderne verdrängen die alte Frontier. Gleichzeitig steht mit Nobody eine neue Generation bereit, die weniger an Moral als an Inszenierung interessiert ist. Der Western wird hier selbst zum Thema: nicht mehr als ernstes Drama, sondern als Spiel mit Zitaten, Mythen und Erwartungen.
Zwischen Melancholie und Slapstick
Dabei fällt vor allem der Kontrast zwischen den Hauptfiguren auf. Fonda spielt zurückhaltend, fast erschöpft – jede Geste wirkt wie ein Abschied. Terence Hill dagegen bringt seine bekannte, überdrehte Leichtigkeit ein: schnell, witzig, körperbetont. Diese Mischung wirkt bewusst widersprüchlich. Denn zum einen zeigt sich so der Wandel des Genres, aber sie ist auch ein Bruch, der die emotionale Wirkung des Filmes schwächt.
Dabei reflektiert der Film sich selbst und das Western-Genre ständig. Duelle werden überhöht und gleichzeitig parodiert, ikonische Motive zitiert und gebrochen. Nobody agiert dabei fast wie ein Regisseur innerhalb der Handlung: Er organisiert Beauregards letzten "großen Auftritt“ – als wäre dessen Abschied eine bewusst inszenierte Legende.
Die Musik von Ennio Morricone verstärkt diese Metaebene zusätzlich. Sie wechselt zwischen Pathos, Ironie und Selbstzitat und kommentiert das Geschehen beinahe eigenständig. Visuell verbindet der Film klassische Landschaftsaufnahmen, die man aus alten amerikanischen Western kennt, mit den typischen Stilmitteln des Italowesterns: extreme Nahaufnahmen, gedehnte Zeit und ikonische Bildkompositionen.
Fazit: Ein ungewöhnlicher Western zwischen Parodie und Abschied: "Mein Name ist Nobody“ ist zugleich Hommage, Dekonstruktion und Neuanfang – getragen von einem starken Duo, das den Wandel eines ganzen Genres verkörpert.
Markus Solty
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Besetzung & Crew von "Mein Name ist Nobody"
Land: Deutschland, Frankreich, ItalienJahr: 1973
Genre: Komödie, Western
Originaltitel: Il mio nome è Nessuno
Kinostart: 07.05.2026
Regie: Tonino Valerii
Darsteller: Terence Hill, Henry Fonda, Jean Martin, R.G. Armstrong, Karl Braun
Kamera: Armando Nannuzzi, Giuseppe Ruzzolini
Verleih: Croco Film
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Kabel1 zeigt "Mein Name ist Nobody"
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