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Die Kunst der exakten Phantasie
Die Kunst der exakten Phantasie
© Cinematograph Filmverleih

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Die Kunst der exakten Phantasie (2006)

Der Fotograf Heini Stucki sucht seinen Pfad durch Vergangenheit, Gegenwart und das Grosse Moos im Drei-Seen-Land.Er entdeckt prähistorische Objekte, schräge Alltagswelten, intakte Instinkte und Fotos, in denen innere und äussere Bilder zusammentreffen.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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In den Alltagswelten der schweizerischen Provinz sucht Heini Stucki seit über dreissig Jahren noch dem unverwechselbar eigenen Bild und versucht herauszufinden, ob es nicht – analog zu den dabei wenig hilfreichen exakten Wissenschaften – eine «exakte Phantasie» gibt.

Ein kleines Filmteam begleitet Stucki drei Jahre bei dieser Suche und seiner Spurensicherung. Ob als Fotograph oder Archäologe: Der genaue Blick auf den Boden, auf das Naheliegende, führt zu Entdeckungsreisen in der allernächste Umgebung, das Ungewöhnliche und Unerhörte im scheinbar Alltäglichen aufdeckend und festhaltend.

Stucki ist kein “War Photographer”. Auch steht er zwar in der Tradition der grossen Fotografen des Alltags wie Werner Bischoff und Cartier-Bresson, doch umfasst sein Werk kaum Reiseberichte aus anderen Kulturen. Seine Stärke – auf die sich der Film konzentriert – ist seine tiefe Verwurzelung im Berner Seeland bzw. in der zweisprachigen Region Biel-Bern-Neuenburg und seine daraus resultierende ständige Auseinandersetzung mit dieser Gegend und ihren Bewohnern.

Er räumt sein Archiv in seinem Geburtshaus aus, was ihn mit der eigenen Vergangenheit und dem bisherigen Werk konfrontiert: Wie er – ausser der RS – keine Schule abschliesst, im Albert-Anker-Dorf Ins zunächst im Wald arbeitet, und damit beginnt, die unmerklich schwindendeWelt des Dorfschmids und der beiden „Dorfmuuser“ festzuhalten.

Was aus seinem Jugendparadies, dem Seeländer Grossen Moos, wird und wie er mit zornigem Engagement darauf reagiert. Wie immer stärker hintergründige, zutiefst melancholische Alltagsaufnahme ins Zentrum rücken, in denen innere Zustände und äussere Situationen gleichermassen und einander ergänzend zum Ausdruck kommen – und welche, wie auch seine Malerei, zugleich einen kreativen Weg aus einer Schaffenskrise weisen.

Mit konspirativer Nähe zu Menschen, Tieren und Landschaften, deren Lebensraum immer stärker bedrängt wird, mit subversiver Lust und listigem Blick sucht der Fotograph äussere und innere Bilder zur Deckung zu bringen und Unscheinbares und Verdrängtes unserer Wirklichkeit aufzuspüren und tief in uns steckende Urbilder sichtbar zu machen: Dies ist freilich eine Kunst, und zugleich wäre es wohl die Kunst der Fotographie – oder “l’art de vivre” überhaupt.

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Land: Schweiz
Jahr: 2006
Genre: Dokumentation
Länge: 70 Minuten
Kinostart: Kein deutscher Kinostart
Regie: Beat Borter
Darsteller: Heini Stucki

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