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Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten
Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten
© Constantin Film

Kritik: Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten (2012)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Dinosaurier 3D" beruht auf der erfolgreichen BBC-Serie "Walking with Dinosaurs". Wie schon in der Serie aus dem Jahr 2002, vermengt "Dinosaurier 3D" nun auch auf der großen Leinwand computeranimierte Saurier mit real gefilmten Landschaftsaufnahmen. Regisseur Neil Nightingale machte sich bereits einen Namen als Doku-Filmer. Zu seinen bekanntesten Tier-Dokumentation gehören "Unser Leben" (2011) und "Wächter der Wüste" von 2008, in dem Nightingale den Alltag einer Erdmännchen-Familie beobachtete. Zugegebenermaßen erweisen sich Leben und Überlebenskampf von mächtigen Riesenechsen deutlich besser fürs Kino als der Wüsten-Alltag niedlicher Erdmännchen. So besticht "Dinosaurier 3D" auch erwartungsgemäß durch seine brillanten Natur- und Landschaftsbilder, die gemeinsam mit den CGI-animierten Echsen eine ausgewogene visuelle Einheit bilden. Abzüge gibt es bei diesem vor allem für Kinder geeigneten Film bei den Dialogen und der vorhersehbaren Story.

Die großartig animierten Dinosaurier und die gut zur Geltung kommenden 3D-Effekte ziehen den Zuschauer direkt ins Geschehen hinein und lassen ihn zu einem Teil der prähistorischen Wunderwelt aus längst vergangenen Zeiten werden. Ebensolche beachtlichen Schauwerte liefern neben den digitalen Effekten die Landschaften und Landstriche, die ganz real sind und nicht aus dem Computer stammen. Gedreht wurde zu weiten Teilen in den unberührten, unwirtlichen Gegenden Alaskas, deren Schönheit und Pracht sich auf der Leinwand erst so richtig entfalten. So entsteht in Verbindung mit den realistischen Computer-Tricks ein glaubhaftes Bild davon, wie das Leben in der Vorzeit auf der Erde wohl ausgesehen haben könnte.

Da der Film kein hochanspruchsvolles Werk für Dino-Forscher oder erfahrene Wissenschaftler ist und es auch gar nicht sein will, verzichtet Regisseur Nightingale auf erhobene Zeigefinger oder allzu oberlehrerhafte Erklärungen. Abzüge bei der Wertung gibt es, da der Film eine altbekannte, nicht wirklich spannende Geschichte vom Überlebenskampf eines Dino-Jungtiers erzählt, die man so oder schon ähnlich (z.B. "In einem Land vor unserer Zeit") schon oft gesehen hat und daher leider sehr vorhersehbar ist. Doch daran wird sich die Kernzielgruppe der Sechs-bis Zwölfjährigen ebenso wenig stören wie an den vielen Dialog-Floskeln und Allgemeinplätzen aus dem Off ("Nun war ich an der Reihe, die Herde anzuführen" oder " Es gab eine Zeit der Giganten, als Dinosaurier wie ich die Erde beherrschten" etc.). Die wilden Kamerafahrten durch die wunderhübschen Landschaften Alaskas entschädigend eben für alles.

Fazit: Ein kindgerechter Dino-Abenteuerfilm, dessen herausragende Kulissen und brillante 3D-Effeke für die überraschungsarme Story und die überflüssigen Off-Kommentare entschädigen.





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