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Off the beaten Track - Abseits aller Pfade
Off the beaten Track - Abseits aller Pfade
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Off the beaten Track - Abseits aller Pfade (2011)

Off the Beaten Track

Rumänisch-Irische Doku über den im nördlichen Transsylvanien lebenden Schäfer Albin und seine Familie...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Im Zentrum der Dokumentation "Off the beaten track" von Regisseur Dieter Auner steht ein jahrhundertealter, traditioneller Berufszweig, dem nach wie vor viele Menschen im Norden Transsylvaniens nachgehen: dem Schafshirten. Doch seit Rumänien der EU beigetreten ist, hat sich für die zahlreichen Schafsbauern und ihre Familien einiges verändert, zumeist zum Schlechten. Seit dem EU-Beitritt sieht sich nämlich der gesamte Berufszweig gefährdet. Die Schafhirten können nun als freie Landarbeiter außerhalb ihrer rumänischen Heimat mehr in einem Monat verdienen als zuvor in einem ganzen Jahr. Die Folge: mehr und mehr Hirten verlassen Rumänien, um als Saisonarbeiter im Ausland zu arbeiten. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich dem verschärften Wettbewerb zu stellen. Die Preise für Lammfleisch, Wolle und Schafskäse sind in den vergangenen Jahren durch die Konkurrenz aus dem EU-Ausland dramatisch gesunken. Die Hirten nehmen immer weniger Geld ein, an der harten Arbeit und den vielen Stunden auf den Feldern, hat sich jedoch nichts geändert. Auch deshalb beginnen immer mehr Hirten, ihre Tätigkeit zu hinterfragen und sich nach alternativen Modellen umzusehen.

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Filmkritik

Regisseur Auner findet schöne, beruhigende Bilder für seine nachdenkliche Dokumentation. Die Aufnahmen von den riesigen Feldern und den aus unzähligen Schafen bestehenden Herden, für die in aller Regel ein Bauer alleine zuständig ist, sind schön anzusehen und beeindrucken durch ihre Bildgewalt. Auner ist stets ganz dicht bei den Schafhirten und die Kamera ist unmittelbarer Begleiter, wenn die Hirten melken, Käse zubereiten, Wolle produzieren oder sich darüber unterhalten, wie viel besser doch die Arbeitsbedingungen und die Einkommen in den anderen EU-Ländern, wie z.B. Deutschland, sind. Der Film zeigt zudem den oft zermürbenden Arbeitsalltag eines Schafhirten in dieser Region: die Bauern arbeiten nicht selten zig Stunden unter teils schwierigsten Umständen und Wetterbedingungen im Freien, oft ohne richtige Pause. Dennoch lieben die meisten ihren Beruf und sind ihm eng und leidenschaftlich verbunden. Auch das macht der Film bewusst.

Jedoch muss "Off the beaten track" ohne einordnende Kommentare oder Erklärungen aus dem Off auskommen, der Zuschauer wird aufgefordert, sich aus den Beobachtungen der Szenerie und den Ereignissen sein eigenes Bild zu kreieren. Das hat auch zur Folge, dass die unkommentierten Bilder und Szenen auf Dauer extrem ermüdend wirken und fast in Richtung Lethargie abdriften. "Off the beaten Track" ist dennoch für all diejenigen lohnenswert, die sich für diesen aussterbenden, klassischen Berufsstand interessieren.

Fazit: "Off the beaten track" begleitet in langen Einstellungen und hübschen Landschafts-Aufnahmen eine Schafhirten-Familie bei der Arbeit und ihrem täglichen Überlebenskampf. Durch die fehlende Off-Kommentierung wirken die bildgewaltigen Aufnahmen der beeindruckenden Gegend und Landschaften jedoch ziemlich ermüdend.




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Land: Irland, Rumänien
Jahr: 2011
Genre: Dokumentation
Länge: 95 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 09.05.2013
Regie: Dieter Auner
Verleih: barnsteiner-film, EastWest Distribution

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