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Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth
Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth
© 20th Century Fox

Kritik: Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth (2012)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth" reiht sich ein in die momentan scheinbar nicht abreißende Folge von Verfilmungen von Jugend-SciFi-Romanen. Nach "Divergent - Die Bestimmung" und "Hüter der Erinnerung - The Giver" kommt jetzt Wes Balls Verfilmung des Romans "Die Auserwählten – Im Labyrinth" von James Dashner. Im Gegensatz zu "Divergent" und "The Giver" bemüht sich "Maze Runner" gar nicht erst ernsthaft eine mehr oder weniger gelungene Gesellschaftskritik zu entwerfen, sondern setzt sehr bald voll auf Action. Das ist gut, denn die Schilderung der primitiven Gemeinde der holzschnittartigen Charaktere und ihrer absehbaren Konflikte geben nicht sehr viel her. Dafür bietet dieser geheimnisvolle Ort aber ein tolles Setting für einen SciFi-Actionfilm, der imposante Schauwerte, mit einer beklemmenden Stimmung und einem spannenden Rätsel vereint. Wes Ball gelingt es inszenatorisch das Maximum aus den gewaltigen knirschenden Steinwänden und den gnadenlosen halbmechanischen "Grivern" herauszuholen. - Letztere erinnern im übrigen stark an die "Wächter" aus "Matrix".

Unablässig drängt die Handlung voran und bezieht ihre Spannung aus lebensgefährlicher Action und aus der Aussicht auf Klärung des alles übergreifenden großen Rätsels. Zu diesen beiden Spannungspolen kommen eine Reihe weiterer reizvoller Kontraste hinzu. Es gibt den Gegensatz zwischen der idyllischen Lichtung und dem lebensgefährlichen Labyrinth, zwischen geheimnisvoller versteckter Technik und der primitiven Siedlung. Für die einen ist die Lichtung eine unbegreifliche, aber sichere neue Heimat, für andere ein von gewaltigen Mauern umschlossenes Gefängnis.

"Maze Runner" beginnt als ein richtig gelungener Unterhaltungsfilm. Nur leider verläuft die Aufklärung des großen Rätsels viel zu abrupt und komplett unbefriedigend. Am Ende bleibt das Gefühl, dass hier einfach ein gewaltiges Brimborium um ein großes Nichts herum aufgebaut wurde. Aber nicht genug damit, dass die große "Enthüllung" sehr enttäuscht. Nachdem der Film bis hierhin überflüssige Rührseligkeit vermieden hat, wird jetzt plötzlich noch schnell – und auf völlig lächerliche Weise – auf die Tränendrüsen gedrückt. Zu schlechter Letzt folgt noch die dreiste Ankündigung einer Fortsetzung, die nun fast schon wirkt wie eine Drohung...

Fazit: "Maze Runner" ist ein unterhaltsamer SciFi-Action-Film für Jugendliche, der bekannte Elemente auf gelungene Weise neu zusammensetzt. Doch leider läuft die spannende Handlung auf ein enttäuschend unbefriedigendes müdes Ende hinaus.





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