VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Die Dinos sind los!
Die Dinos sind los!
© Koch Media

Kritik: Die Dinos sind los! (2012)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Quietschbunt und rasant gestaltet sich dieser Actiontrip dreier Kinder in die Ära der Dinosaurier. Der Animationsfilm in 3D, eine amerikanisch-südkoreanische Koproduktion, mutet an wie ein Ausflug in einen Freizeitpark, bei dem an jeder Ecke ein neues, aufregendes Abenteuer wartet. Die Regisseure Yoon S. Choi und John Kafka nehmen sich dabei mit Humor auch dem aktuellen Thema sogenannter Helicopter-Moms an, die das Leben ihrer Kinder überreglementieren.

Ernies Mutter nimmt gerade den Preis der "Mutter des Jahres" entgegen und predigt dem Publikum, wie wichtig es sei, die Kinder gut zu überwachen. Ihr Junge aber hat längst herausgefunden, wie er sich zumindest heimlich seine Freiräume schaffen kann. Ausgerechnet im Land seiner Träume, bei den Dinosauriern, trifft er auf eine weitere starke Mutterfigur, für deren Beschützerinstinkt er allerdings mehr Verständnis aufbringt. Denn wie gefährlich die Umgebung ist, liegt bald klar auf der Hand. Und zuhause hat seine echte Mutter Zeit, darüber nachzudenken, wo sie über das Ziel hinausgeschossen ist.

Im Vordergrund aber steht der reine Spaß: Zunächst macht Ernie in seiner Heimatstadt auf dem Skateboard die Gegend unsicher. Das kann er auch in der Welt der Saurier gut gebrauchen. Dort entdeckt er außerdem, dass sich ein Flugsaurier zum Gleitschirm umfunktionieren lässt und genießt auch das Wildwasserrafting, zu dem er und seine Begleiter gezwungen werden. Solche Passagen liefern spektakuläre 3D-Motive. Die drei Kinder bekommen einen lustigen Kumpel in Gestalt von Tyras Adoptivkind Dodger. Der ist ein quirliger, orangefarbener Fantasiesaurier mit lilafarbenen Federn auf dem Kopf. Parallel zu den Abenteuern der Kinder verfolgt der Film auch, wie sich Ernies Mutter und der Vater von Max zu Hause abmühen, eine neue Zeitmaschine zu bauen. Auf Trab hält sie ein frisch geschlüpfter kleiner Saurier, den es im Zuge dieses epochenübergreifenden Austauschprogramms in die Gegenwart verschlagen hat.

Optisch setzt der Film auf starke Farben, die keinerlei Bezug zur Realität vorgaukeln: Tyra zum Beispiel ist puterrot, wie um zu signalisieren, dass es sich bei den Dinos eher um eine Art riesiger Spielzeugfiguren handelt, als um naturgetreue Lebewesen. Die beiden Sarco-Brüder, die wie Krokodile mit Tentakeln auf dem Kopf aussehen, sind trotz aller Realitätsferne furchterregend, wie auch die Kämpfe, die sich die Kinder und Tyra mit ihnen in einer Höhle liefern müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Höhle von Erdbeben erschüttert wird und ständig einzustürzen droht. Kinder im Grundschulalter werden so viel Nervenkitzel in dem überwiegend fröhlichen und visuell aufregend gestalteten Abenteuer wahrscheinlich ganz gut vertragen.

Fazit: Der Animationsfilm schickt drei Kinder auf eine bunte und rasante Zeitreise in die Welt der Dinosaurier, die spaßige Abenteuer bietet, aber auch grimmige Gestalten, die für Nervenkitzel sorgen.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.